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Kostenschub im Gesundheitssystem 2014 erwartet

17.09.2013 – Ultraschalluntersuchung,property=DataDie Gesundheitsausgaben werden ab dem nächsten Jahr deutlich wachsen. Mehrausgaben im Milliardenbereich zeichnen sich nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bei der Krankenhausbehandlung, Ärztehonoraren und Arzneimitteln ab. Die Krankenhausbehandlung dürfte allein 2,3 Milliarden Euro mehr kosten.

Drei Tage nach der Bundestagswahl wollen Ärzte und Kassen im Schiedsverfahren des Erweiterten Bewertungsausschusses klären, wie stark die Honorare der 150.000 Haus- sowie Fachärzte und Psychotherapeuten steigen. Hier verhandeln die Kontrahenten über drei Komponenten. Schon bei der ersten, dem Inflationsausgleich liegen die Vorstellungen weit auseinander, so Andreas Köhler, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt: „Wir fordern eine Erhöhung um 2,6 Prozent, der GKV-Spitzenverband bietet nur 0,5 Prozent. Bei  einem Volumen von 36 Milliarden Euro an Ärztehonoraren schlägt der Inflationsausgleich im zweitgrößten Kostenblock des Gesundheitswesens mit fast einer Milliarde Euro zu Buche.

Auch beim drittgrößten Kostenblock, den Arzneimitteln, sind Mehrausgaben im Milliardenbereich zu erwarten. Für Medikamente läuft im Dezember der Zwangsrabatt aus, den Schwarz-Gelb von zehn auf 16 Prozent erhöht hatte. Im Jahr 2012 bremste dieser den Kostenanstieg um eine Milliarde Euro.

Ungeachtet der Leistungskürzungen der gesetzlichen Krankenkassen in den vergangenen Jahren gibt es dort mehr zufriedene als unzufriedene Kunden. Das belegt jetzt eine repräsentative Bain-Umfrage bei 3.200 Kunden von 17 Krankenkassen. Bain misst die Zufriedenheit und Loyalität mit dem sog. Net Promoter Score (NPS). Die gesetzlichen Krankenkassen erreichten einen NPS-Wert von plus zehn Prozent. Damit liegen sie deutlich über dem Wert anderer Dienstleistungsbranchen. Die Telekommunikation kommt zum Beispiel auf minus acht Prozent. Allerdings gibt es große Unterschiede bei den Kassen. An erster Stelle für die Kundenloyalität rangieren nach der Untersuchung die Leistungen. Dahinter folgen Service und Beratung. Der Krankenkassenbeitrag hingegen belegt nur den vierten Platz. Bain & Company verweist jedoch darauf, dass zum Zeitpunkt der Umfrage keine Kasse einen Zusatzbeitrag erhoben hat.

Foto: Ärztin bei Ultraschalluntersuchung (Quelle: Barmer Ersatzkasse)

Links: Gesundheitssystem droht 2014 neuer Kostenschub, Pressemitteilung Bain-Studie „Krankenkassen”

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