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Keine höheren Beiträge für stabiles Rentenniveau

02.12.2016 – rente_Uwe Schlick_pixelio.deEine deutliche Mehrheit der Deutschen ist nicht bereit, für ein stabileres Rentenniveau einen höheren Rentenbeitragssatz in Kauf zu nehmen. Lediglich 38 Prozent können einem solchen Reformschritt zumindest etwas abgewinnen. Dies geht aus der jüngsten Umfrage im Deutschland-Trend Vorsorge des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hervor.

78 Prozent der Befragten befürworten einen Mix aus verschiedenen Maßnahmen, mit dem die einzelnen Stellschrauben der gesetzlichen Rente neu justiert werden können, so das DIA. Dies könne neben Beitragssatzanhebungen auch eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze oder die Vergrößerung des Versichertenkreises sein. Demnach könne dann jeder einzelne Schritt für sich genommen nicht so schwerwiegend ausfallen, glauben die Befragten.

So können sich demnach 70 Prozent der Befragten vorstellen, auch Selbständige, die bislang noch keiner Versicherungspflicht unterliegen oder einem berufsständischen Versorgungswerk angehören, in die Versicherungspflicht mit einzubeziehen. Gleichzeitig lehnen laut Umfrage 59 Prozent der Befragten eine weitere Anhebung des Rentenalters über 67 Jahre hinaus ab.

“Der Rentengipfel der Großen Koalition im November drückte sich um Entscheidungen, wie es nach 2030 mit der gesetzlichen Rente weitergehen soll. Dabei finden ausgewogene Reformen durchaus Akzeptanz in der Bevölkerung, wie die Umfrage zeigt”, betont DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.

Laut aktuellem Rentenversicherungsbericht 2016 der Bundesregierung bleibt der Beitragssatz demnach zum 1. Januar 2017 konstant bei 18,7 Prozent. Infolge der Verstetigungsregel bleibe dieser auch in der mittleren Variante bis 2021 unverändert auf diesem Niveau, so das Bundesarbeitsministerium. Danach steige der Beitragssatz über 20,2 Prozent im Jahr 2025 auf 21,8 Prozent 2030.

Das Sicherungsniveau vor Steuern beträgt nach Ministeriumsangaben derzeit 48 Prozent. Nach 2024 soll das Rentenniveau dann unter 47 Prozent und bis zum Jahr 2030 auf 44,5 Prozent sinken. “Ab 2020 gehen die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand. Der demographische Druck auf die Rente steigt. Immer weniger Jüngere werden für immer mehr Ältere die Rente finanzieren müssen. Gleichzeitig wird die Digitalisierung unser Arbeiten und Leben weiter grundlegend verändern. Damit auch in Zukunft eine angemessene Absicherung gewährleistet bleibt, muss auch unsere Alterssicherung mit den Veränderungen Schritt halten”, betont Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). (vwh/td)

Bildquelle: Uwe Schlick / pixelio.de

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