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Kein Rezept nach Videosprechstunde

10.05.2016 – “Ein pauschales Verbot der Fernverschreibung als Teil der Fernbehandlung widerspricht dem erklärten Ziel der Bundesregierung, die wohnort- und patientennahe Versorgung auch unter Zuhilfenahme digitaler Dienste zu fördern”, sagt Susanne Mauersberg vom Bundesverband Verbraucherzentrale. Der aktuelle Entwurf des Arzneimittelgesetzes will Fernverschreibungen künftig verbieten, was die Verbraucherschützer als rückwärtsgewandt kritisieren.

Die Reform des Arzneimittelgesetzes in ihrer aktuellen Ausarbeitung sieht ein Abgabeverbot von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln bei offenkundigem Fehlen eines direkten Arzt-Patienten-Kontaktes vor der Verschreibung vor. Die Verbraucherschützer in Berlin sehen hier gar EU-Recht verletzt.

Die regelbasierte Fernbehandlung werde so verhindert, warnt der Vzbv. Stattdessen sollte ein telemedizinisches Beratungs- und Behandlungszentrum von hoher Qualität in der Regelversorgung zu etablieren.

Bei der gestrigen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages begrüßte dagegen die Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände diese Regelung. Dadurch werde eine Aushöhlung der Verschreibungspflicht und die Gefährdung des Patientenwohls verhindert. (vwh/ku)

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