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KBV: “Patient gibt freie Arztwahl auf”

23.07.2015 – roland_stahl_axentisZum 1. August 2015 soll das neue Versorgungsstärkungsgesetz in Kraft treten. Damit soll nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe (CDU) vor allem dem Ärztemangel in den ländlichen Regionen entgegengewirkt werden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) kritisiert hingegen die Schattenseiten des Gesetzes.

“Von der Tendenz her schwächt das VSG eher die ambulante Versorgung”, sagt Roland Stahl, Pressesprecher der KBV im Interview mit Finanzen.de. So gebe es “in Deutschland – objektiv gesehen – kaum Probleme mit Wartezeiten. Im internationalen Vergleich zeigt sich ganz klar, dass wir mit kurzen Wartezeiten und dem direkten Zugang zum Arzt weltweit führend sind”, so Stahl. So vermittelten die neuen Terminservicestellen, mit denen ein Facharztermin binnen vier Wochen gewährleistet werden soll, nicht etwa den “Wunschtermin beim Wunscharzt”. Vielmehr gebe der Patient “in diesem Moment seine freie Arztwahl auf”.

Zudem schwäche das VSG tendenziell eher die ambulante Versorgung in Deutschland. Neben der Einführung von Terminservicestellen kritisiert Stahl auch den staatlichen “Zwangsaufkauf von Arztsitzen und die deutliche Bevorzugung staatlicher Versorgungseinrichtungen wie die Gründung kommunaler MVZ oder die Öffnung der Hochschulambulanzen.” (vwh/td)

Bild: Roland Stahl (Quelle: Lopata / axentis.de)

Link: Versorgungsstärkungsgesetz: „Patient gibt freie Arztwahl auf“ (Finanzen.de)

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