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Kabinett beschließt Rentenerhöhungen zum 1. Juli

02.05.2014 – rentner-sportDie mehr als 20 Millionen Rentner erhalten ab 1. Juli dieses Jahres mehr Geld. Die entsprechende, von Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) vorgelegte Verordnung zur Bestimmung der Rentenwerte in der gesetzlichen Rentenversicherung wurde jetzt im Bundeskabinett verabschiedet. Danach werden die Renten in den alten Bundesländern um 1,67 Prozent und die in den neuen Bundesländern um 2,53 Prozent angehoben. Die höheren Rentenentgeltpunkte zählen auch bei den Mütterrenten, die ebenfalls am 1. Juli angehoben werden sollen.

Die unterschiedliche Anpassung der Renten in West und Ost erklärt sich zum einen im unterschiedlichen Anstieg der Löhne im Jahr 2013 (West plus 1,38 Prozent; Ost plus 1,78 Prozent) sowie durch die letztmals anzuwendende Rentendämpfung im Westen, die mit 0,46 Prozentpunkte zu Buche steht. Da entgegen den Regelungen Rentenkürzungen in den Jahren 2005, 2006 und 2010 unterblieben waren, wurden diese Kürzungen schrittweise nachgeholt. Dieser Prozess war in den neuen Bundesländern bereits 2012 abgeschlossen worden.

Der Rentenentgeltpunkt steigt zum 1. Juli auf 28,61 (28,14) Euro in den alten Ländern und 26,39 (25,74) Euro in den neuen Ländern. Die Anpassung der Renten komme somit ein weiteres Stück voran, erklärte die Bundesregierung. Der Rentenwert in den neuen Ländern verbessert sich von 91,5 auf 92,2 Prozent des Westwerts. Nach der geplanten Rentenreform sollen in Anerkennung von Kindererziehungszeiten die Renten für Mütter, die Kinder vor 1992 geboren haben, um einen Rentenentgeltpunkt auf zwei Rentenpunkte angehoben werden. Die Rentenreform, die unter anderem auch die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren bei 45 Versichertenjahren vorsieht, ist am Montagnachmittag Gegenstand einer Anhörung im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales. Dort werden Vertreter von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Sozialverbänden und der Deutschen Rentenversicherung Bund ihre Bewertung des Reformpakets vortragen. (brs)

Bild: Rentner dürfen sich über eine Erhöhung ihrer Bezüge freuen. (Quelle: vwh)

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