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Jeder fünfte Azubi zeigt riskantes Gesundheitsverhalten

08.09.2015 – Arztbesuch_Philipp_Flury_PixelioDie Auszubildenden in Deutschland weisen teilweise erhebliche Defizite beim Gesundheitszustand und im Gesundheitsverhalten auf. Etwa ein Drittel der Azubis berichtet demnach über häufig auftretende körperliche und psychische Beschwerden. Zudem treten laut Fehlzeiten-Report 2015 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) bei jedem Zehnten gesundheitliche Beschwerden und gesundheitsgefährdendes Verhalten gleichzeitig auf.

Laut Report schätzen vier von fünf Auszubildenden (83,6 Prozent) ihren allgemeinen Gesundheitszustand als gut bis sehr gut ein. Gleichzeitig berichtet mehr als die Hälfte der befragten Azubis über häufige körperliche Beschwerden (56,5 Prozent) und 46,7 Prozent über psychische Beschwerden. Häufigste körperliche Beschwerden sind zudem Kopfschmerzen (25,7 Prozent), gefolgt von Verspannungen (22,1 Prozent) und Rückenschmerzen (21,1 Prozent).

Bei den psychischen Beschwerden klagen 36 Prozent der Azubis über Müdigkeit, Mattigkeit und Erschöpfung. Als weitere Symptome wurden Lustlosigkeit und Ausgebranntsein (15,1 Prozent), Reizbarkeit (10,7 Prozent) und Schlafstörungen (10,0 Prozent).

Die AOK-Studie kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass das Gesundheitsverhalten einen maßgeblichen Einfluss auf den aktuellen und zukünftigen Gesundheitszustand habe. Auch hier scheint das Ergebnis ernüchternd: So zeigen viele junge Menschen teilweise Defizite bei Bewegung, Ernährung und Schlaf sowie im Umgang mit Suchtmitteln und digitalen Medien. Demnach sind 26,1 Prozent der Auszubildenden kaum sportlich aktiv, etwa 27 Prozent nehmen kein regelmäßiges Frühstück zu sich.

“Es braucht gesundheitsförderliche Maßnahmen, die auf die speziellen Bedürfnisse der Auszubildenden abgestimmt sind”, fordert Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO und Mitherausgeber. “Betriebliche Gesundheitsförderung für diese Zielgruppe stellt auch einen Wettbewerbsfaktor für die Unternehmen dar. Mittelfristig werden in vielen Branchen und Regionen gesunde Auszubildende händeringend gebraucht”, ergänzt Schröder. (vwh/td)

Link: Infografiken im Überblick (PDF)

Bildquelle: Philipp Flury / pixelio.de

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