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Japan: Regierung bestätigt – Finanzmärkte beunruhigt

23.07.2013 – japanNach dem Sieg der Regierungskoalition bei den Wahlen zum Japanischen Oberhaus präsentiert sich der alte und neue Ministerpräsident Shinzo Abe gestärkt wie selten ein Regierungs-Chef Nippons. An den Finanzmärkten steigt allerdings die Sorge um die Notenbankpolitik der Bank of Japan.

Der Chef-Volkswirt der HSBC, Stephen King, hat sich mit einem düsteren Szenario zur Geldpolitik der Japaner zu Wort gemeldet: „Zur Zeit wertet der Yen aufgrund der steigenden Geldmenge immer weiter ab“, erklärt King. Das mache japanische Exporte auf dem Weltmarkt billiger. „Gerade Länder die ähnliche Produkte produzieren, wie China, Südkorea, Taiwan, aber auch Deutschland, werden mit den Wettbewerbsvorteilen der Japaner stark zu kämpfen haben. Japans Erfolg geht in dem Fall immer zulasten anderer“, sagte King. Der HSBC-Chefvolkswirt warnte auch vor möglichen negativen Folgen der aktuellen Geldpolitik in Japan. Gefährlich wäre es, „wenn die Regierung der Bank of Japan das Signal gibt, neue Staatsanleihen zu kaufen. Damit würde nicht nur die Notenbank endgültig ihre Unabhängigkeit verlieren. Sobald internationale Investoren merkten, dass der Kurs des Yen auf derartigem Scheingeld basiert, sogenanntem Helikopter-Geld, ginge ihr Vertrauen in die Währung komplett verloren. Warum dies bei den identischen Manövern der FED wie der EZB nicht der Fall sein soll, erklärt der Chef-Volkswirt indes nicht.

Foto: iStock

Links: Währungskrieg durch Yen-Abwertung, Abe will durchregieren

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