Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

IWF rät Lebensversicherern: “Weg mit den Garantien”

17.07.2015 – Der Internationale Währungsfonds IWF ermahnt in seinem aktuellen Bericht deutsche Lebensversicherer, sich von Garantieprodukten zu distanzieren. Als zentrales Ziel geben die Experten aus, sich unabhängiger von Zinsänderungsrisiken zu machen.

Die Situation des Lebensversicherungs-Sektors würde sich, so die Einschätzung der IWF-Experten, mit der Einführung von Solvency II weiter verschärfen. Versicherer sollten in diesem Zusammenhang auch die freiwilligen Ausschüttungen an die Versicherten in den Fokus nehmen. Neue, garantiefreie Produkte sollten besser vermarktet werden.

Die Aufsichtsbehörden sieht der IWF gerade in der Verantwortung, streng auf die Einhaltung des LVRG zu achten und damit verantwortliches Verhalten zu motivieren. Das gelte vor allen Dingen für Lebensversicherer, die durch andauernde Niedrigzinsen in Verbindung mit hohen Garantien in die Bredouille geraten.

Die jüngst auch von der Bild aufgegriffene Rekord der stornierten Prämien in Leben über 14,8 Mrd. Euro kommentiert Alexander Hahn, Chefanalyst vom Investor-Verlag: “Wir werden in den nächsten Jahren noch höhere Kündigungsstände sehen. Auch dürften sich immer mehr Versicherer zunehmend aus dem Geschäft komplett zurückziehen.”

Auch die OECD hatte Lebensversicherer jüngst in der Risikofalle verortet. (vwh/ku)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten