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IW: Personalarbeit weitgehend ausbaufähig

24.07.2014 – Stettes_IWUnternehmen, deren Personalarbeit die Bedürfnisse der Mitarbeiter ernst nimmt, stehen oft besser da als ihre Mitbewerber: Sie erwirtschaften häufiger Gewinne, sind innovativer und ihre Mitarbeiter sind seltener krank. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), die durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wurde.

Die IW-Wissenschaftler attestieren in ihrer Analyse außerdem, dass die meisten Betriebe ihre Personalarbeit noch deutlich verbessern könnten. Grundlage der Studie ist das IW-Personalpanel, eine Befragung von knapp 1.600 Unternehmen. Sie soll zeigen, wie wichtig es ist, dass Unternehmen Personalarbeit nicht als rein administrativen Vorgang begreifen. Denn jene Firmen würden profitieren, die Rücksicht darauf nehmen, dass sich Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter je nach Lebenslage und Alter verändern: Im Durchschnitt aller Unternehmen sind Mitarbeiter knapp sieben Tage pro Jahr krank, in Unternehmen mit Lebensphasenorientierung sind es nur fünf Tage. Zwei Drittel der Firmen mit einem lebensphasenorientierten Personalmanagement machten im Jahr 2012 Gewinn; im Schnitt aller Unternehmen waren es lediglich rund 55 Prozent.

Allerdings bescheinigen die IW-Wissenschaftler nur knapp acht Prozent der untersuchten Firmen eine so weitsichtige Personalpolitik. Rund sieben weitere Prozent kommen dieser aber schon relativ nahe und haben gute Möglichkeiten, betriebliche Anforderungen mit individuellen Wünschen auszubalancieren. Ein weiteres Fünftel der Betriebe erfüllt zumindest die Grundvoraussetzungen für eine demografiefeste Personalarbeit. Bei den übrigen Unternehmen ist indes unsicher, wie gut sie auf die Herausforderungen des demografischen Wandels vorbereitet sind. Deshalb empfiehlt IW-Ökonom Oliver Stettes den Unternehmen, ihre Personalpolitik systematisch weiterzuentwickeln: „So können Firmen auch in Zeiten des Fachkräftemangels die gewünschten Beschäftigten gewinnen, an sich binden und dauerhaft motivieren.“ (vwh)

Foto: Oliver Stettes empfiehlt demografiefeste und lebensphasenorienierte Personalpolitik (Quele: IW Köln)

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