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IW meldet Rekordschäden durch Streikausfälle

16.06.2015 – Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln meldet einen Rekord: Bis Mitte Juni dürften in Deutschland bereits eine halbe Million Arbeitstage durch Arbeitskämpfe verloren gegangen sein. Mehr, so stellen die Experten fest, hätte es nur 1992 und 1993 gegeben – damals aber auf das ganze Jahr gesehen.

“Der Blick auf die verschiedenen Eskalationsstufen von Tarifauseinandersetzungen unterstreicht, dass es in diesem Jahr ungewöhnlich ruppig zugeht”, sagt Hagen Lesch, Leiter Kompetenzfeld Tarifpolitik und Arbeitsbeziehungen. “Ohne Eskalation brachte bisher allein der Marburger Bund seine Tarifverhandlungen über die Bühne. Dass Verdi bei der Deutschen Lufthansa nach drei Verhandlungsrunden noch ruhig bleibt, dürfte indes vor allem mit den diversen Großbaustellen der Gewerkschaft zusammenhängen.”

Er spielt hier darauf an, dass sich die Gewerkschaft bei Amazon und bei den Kitas festgefahren habe und aktuell jetzt den hohen Organisationsgrad bei der Deutschen Post nutzen für einen Erfolg nutzen wolle.

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(Klicken zum Vergrößern) Grafik: Laufende und abgeschlossene Tarifkonflikte (Stand 12.06.). (Quelle: IW)

Ungemach könnte laut IW zudem bald wieder in anderen Branchen drohen: Derzeit befinden sich vier Konflikte in der Schlichtung. Aber nur wenn diese allesamt erfolgreich verlaufen, wird sich das Streikgeschehen im zweiten Halbjahr beruhigen. (vwh/ku)

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