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IW gegen Bundesbank und Gewerkschaften

23.07.2014 – iwkDie Bundesbank hat die Gewerkschaften dazu ermutigt, höhere Lohnforderungen zu stellen. Mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands ist das nicht unproblematisch, wie neue Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen: Das Verarbeitenden Gewerbe hatte im internationalen Vergleich demnach bereits 2012 überdurchschnittlich hohe Arbeitskosten – vor allem in Westdeutschland, warnt das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) mit Blick auf die jüngste Lohndiskussion.

Zudem lagen im vergangenen Jahr die Lohnstückkosten – also die Arbeitskosten je produziertem Gut – sowohl in der Industrie als auch in der Gesamtwirtschaft um 13 Prozent höher als im Vorkrisenjahr 2007. Im sogenannten etablierten Ausland, also in Staaten, die mit Deutschland als Wirtschaftsstandort konkurrieren, sind die industriellen Lohnstückkosten dagegen nur etwa halb so stark gestiegen. Damit hat Deutschland mit Blick auf die Kosten klar an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Zusätzliche Belastungen für die Arbeitgeber werden in den kommenden Jahren durch die Rentengeschenke der Bundesregierung und durch die Einführung des Mindestlohns entstehen – ganz ohne übermäßige Lohnforderungen seitens der Gewerkschaften.

Zudem scheint die Bundesbank zu übersehen, dass die Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren keineswegs leer ausgegangen sind: Die Reallöhne je Arbeitnehmer werden dieses Jahr das fünfte Mal in Folge steigen; die Beschäftigten können sich also von ihrem Gehalt immer mehr leisten.

Es stimmt: Insbesondere von 2003 bis 2007 fielen die Verdiensterhöhungen auch in der Industrie, die im Mittelpunkt des internationalen Handels steht, deutlich niedriger aus als die Produktivitätsentwicklung. Dies hat der Industrie aber dabei geholfen, ihre Angebotsschwächen auszumerzen, wieder zu alter Stärke zurückzufinden und so Arbeitsplätze zu sichern, meldet das IW in einem Positionspapier. (vwh)

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