Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

IW: DGB-Forderung aus einer anderen Welt

23.06.2014 – Teilzeit mit Teilrente – so lautet eine Formel für den flexiblen Übergang in den Ruhestand. Wenn das jedoch schon mit 60 Jahren möglich sein soll, gepaart mit einem Anrecht auf Teilzeit, passt das nicht mehr zu den demografischen Herausforderungen unserer Zeit, kommentiert das Institut der Deutschen Wirtschaft in einer ersten Reaktion die Vorschläge des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

Die Bundesregierung hat angekündigt, eine Arbeitsgruppe zum Thema „Flexi-Rente“ einzurichten. Ziel ist es, Möglichkeiten für einen flexiblen Übergang in den Ruhestand auszuloten. Der DGB bringt sich vorab schon einmal in Stellung und fordert, dass Arbeitnehmer künftig bereits ab einem Alter von 60 Jahren eine Teilrente beziehen dürfen, um ihre Erwerbstätigkeit bis zum vollständigen Ausscheiden auf Teilzeit reduzieren zu können. Flankiert werden soll das Ganze mit einem Recht auf Teilzeit für Ältere.

Eine solche Regelung würde aber weniger eine Brücke in den Ruhestand bauen, sondern käme eher einer Einladung zu einem partiellen Vorruhestand gleich – zumindest für jene, die es sich leisten können. [...] Es mag provokant klingen, aber: Wer auf Teilzeit reduzieren will, mag das tun. Aber warum mit Hilfe der Rentenversicherung? In Kombination mit einem gesetzlich garantierten Anrecht auf Teilzeit drohen jedenfalls weitere Verzerrungen. Dann steht nämlich zu befürchten, dass jene Arbeitnehmer, die es sich leisten können, von der Teilrente Gebrauch machen, während ausgerechnet ihre einkommensschwächeren Kollegen länger in Vollzeit arbeiten müssen, um ein auskömmliches Alterseinkommen zu sichern, kritisiert das Institut. (vwh)

Link: DGB-Forderung aus einer anderen Welt

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten