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Investmentsteuerreform belastet Altersvorsorge

04.09.2015 – Geld by_Andreas Hermsdorf_pixelio.deDie geplante Reform der Investmentsteuer stößt bei den führenden Wirtschaftsverbänden, darunter dem GDV, auf Kritik. Zwar unterstütze man grundsätzlich das Ziel der Bundesregierung, Zweifel an der Europarechtskonformität der bestehenden Regelungen zur Investmentfondsbesteuerung zu beseitigen. Allerdings verfehle die vorliegende Fassung der Reform der Investmentfondsbesteuerung dieses Ziel, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Demnach treffe die Reform mit der Besteuerung im Kern die Publikumsfonds, in die vor allem Anlagebeträge von Altersvorsorgesparern und Kleinsparern fließen, so die Verbände weiter. Zudem sehe der Entwurf vor, dass Dividenden und Immobilienerträge pauschal auf Fondsebene vorab mit 15 Prozent versteuert werden, heißt es in der Erklärung weiter. Damit stünden Fonds weniger Mittel zur Wiederanlage und zur Ausschüttung an die Anleger zur Verfügung.

Außerdem befürchten die Wirtschaftsverbände auch bei der betrieblichen Altersversorgung erhebliche Nachteile. So eröffne die Kapitalanlage in Publikumsfonds die Möglichkeit, unter vertretbarem Risiko an langfristigen Aktienkurssteigerungen an den Kapitalmärkten zu partizipieren. Dies sei gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Niedrigzinsphase von besonderer Bedeutung.

Daher müssten die Erträge von Publikumsfonds steuerbefreit bleiben, soweit die Anteile von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung und von Unternehmen zur Abdeckung ihrer betrieblichen Altersvorsorgeverpflichtungen gehalten werden. (vwh/td)

Bildquelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

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