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Investitionsmuffel Deutschland: Mit Public Private Partnerships Infrastrukturen erneuern

02.02.2015 – Baustelle_Andreas Hermsdorf_pixelioJyrki Katainen, Vizepräsident der EU-Kommission, dass Deutschland bei der Investition in Infrastrukturen eine Vorreiterrolle einnimmt. Wenn nämlich die neue griechische Regierung die Stimmung und damit das Geschäftsklima verdirbt, werde der Privatsektor nicht Investieren. Währenddessen werden Vor- und Nachteile von Public Private Partnerships diskutiert.

Ansonsten sieht Jyrki Katainen die Wirkung des aktuellen Investitionsfonds verpuffen. „Ein ausgeglichener Haushalt ist mindestens so wichtig wie Investitionen“, sagte der EU-Kommissionsvize und frühere finnische Regierungschef der Wirtschaftswoche. „Man muss sein Land jederzeit erneuern, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.“

Der Fonds für strategische Investitionen indes könnte kippen, wenn “die neue Regierung in Athen aber schlechte Wirtschaftspolitik betreibt und das Geschäftsklima verdirbt.” Eine aktuell diskutierte Form der Finanzierung – Public Private Partnerships – bietet Chancen für Staat und private, institutionelle Investoren wie Versicherer.

Allerdings wird das Finanzierungsmodell, das als langfristige Anlageform kontinuierliche Einnahmen garantiert, aktuell noch diskutiert. Kritiker sehen vor allen Dingen die Gefahr, dass die Entscheidungsgewalt bei Projekten von öffentlicher Seite abgegeben wird und dass unrentabel gewirtschaftet wird. Dieser Kritik stellt sich der Bundesverband Public Private Partnerships (siehe DOSSIER).

„Es ist nicht einzusehen, dass das Geld der deutschen Versicherten in australische oder chilenische Autobahnen fließt und in Deutschland diese Anlageform weitgehend versperrt bleibt“, sagt Christian Scherer-Leydecker, erster Vorsitzender des BPPP. (vwh/ku)

Bildquelle: Andreas Hermsdorf/ pixelio

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