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Investition in Infrastruktur: Für Institutionelle aktuell wenig attraktiv

21.07.2015 – Infrastruktur_Carl-Ernst Stahnke_pixelioDroht Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt nach der Maut das nächste Debakel? Für Betrug am Wähler hält Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann die aktuellen Pläne, private Investoren für Infrastrukturprojekte zu begeistern. Institutionelle wie Pensionsfonds halten die aktuelle Ausgestaltung ebenfalls für wenig interessant.

“Unter den derzeitigen Marktkonditionen glaube ich nicht an eine attraktive, risikogerechte Verzinsung”, konstatiert Olaf Keese, Vorstand der Sparkassen Pensionskasse AG, bei Lbav.de, dem Online-Forum für betriebliche Altersversorgung.

“Im Verkehrsbereich brauchen wir überjährige Finanzierungsinstrumente, die nicht der Jährlichkeit von Parlamentsentscheidungen unterliegen, weil eben zwanghaft die Kosten im Bereich der Infrastruktur anfallen”, erläuterte der baden-würtembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) im Rahmen seiner Kritik an der aktuellen Verkündung von Dobrindt (CDU). Er plädierte im Deutschlandfunk für überjährige Fonds unter der Kontrolle der Parlamente.

“Wir geben Privaten auf 30 Jahre hinaus eine garantierte Einnahme über die Maut, und gleichzeitig können die dann das ganze Projekt finanzieren, sicher finanzieren, verlässlich finanzieren, und sie haben noch Gewinne”, fasste er seine Kritik zu ÖPP im Bereich der Infrastruktur zusammen.

Das aktuelle Paket von Dobrindt sei mit Hermann “in der Summe zu wenig, es kommt zu spät, es ist sehr straßenlastig und völlig vergessen worden, die Schwierigkeiten der Kommunen.” (vwh/ku)

Bild: Carl-Ernst-Stahnke / pixelio.de

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