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Invest in Infrastruktur: GDV für neue Risikoklasse

11.11.2014 – Infrastruktur_GDVNur mit einer Pipeline für Infrastrukturprojekte, einem konkreten Zeitplan von entsprechend großen Vorhaben, können Versicherer ihre Risiken breit streuen. Laut GDV geht es um insgesamt 1,4 Billionen Euro an Kapitalanlagen, von denen 1,2 Mrd. Euro Tag für Tag neu angelegt werden müssen. Eine eigene Risikoklasse “Infrastrukturinvestments” begrüßt der Verband.

Laut GDV hat ein breites Engagement in Infrastrukturprojekte nur Sinn, wenn das Angebot der Projekte entsprechend groß ist und über alle Sektoren verteilt ist. Eine Studie des Gemeinschaftsausschusses der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft, in dem neben Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft auch der GDV vertreten ist, kommt zu diesem Ergebnis.

Das sogenannte Private Public Partnership werde zum Erfolg, wenn es eine Pipelinie gebe, die ausgehend von einem Status-quo potenzieller Infrastrukturvorhaben eine gründliche Analyse liefert, welche Infrastruktur in welchen Regionen in 20 Jahren tatsächlich gebraucht wird.

Für die Finanzierung von Infrastrukturprojekten durch die Versicherer wird angeregt, zum Beispiel die Einführung einer eigenen Risikoklasse „Infrastrukturinvestments“ unter rechtlichen und regulatorischen Aspekten zu prüfen. Das begrüßt der GDV, denn derzeit sind Infrastrukturinvestments mit 49 Prozent (in Spitzen mit 59 Prozent) Eigenkapital zu unterlegen. Dabei sind Infrastrukturinvestments unter Risikogesichtspunkten in etwa mit Anlagen in Immobilien oder Pfandbriefen zu vergleichen. Das sollte sich in der Eigenkapitalunterlegung widerspiegeln, anzustreben sind also Werte zwischen 20 und 25 Prozent.

Der zusätzliche Investitionsbedarf für Deutschland im Bereich Infrastruktur wird aktuell auf gut zehn Mrd. Euro jährlich beziffert. Gleichzeitig entfallen heute schon knapp 30 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auf Sozialleistungen, die mit Blick auf die demografische Entwicklung auf einem hohen Niveau bleiben werden. Damit wird der Spielraum des Staats trotz aktuell vergleichsweise hoher Steuereinnahmen für Infrastrukturinvestitionen insgesamt weiterhin begrenzt sein. Insbesondere mit Blick auf die Abgabenbelastung künftiger Generationen ist es daher sinnvoll, verstärkt private Investitionen in Infrastruktur zu fördern. (vwh/ku)

Bild: Brückenbau. (Quelle: GDV)

Link: Studie “Private Investitionen in Deutschland” (PDF)

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