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Interessenverlagerung nach Asien beschleunigt sich

30.03.2016 – fratzscher_marcel_diw“Die Interessenverlagerung nach Asien wird sich beschleunigen. Das ist eine Gefahr für die deutsche Volkswirtschaft”, warnt Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin. “Die Gründung und Verlagerung amerikanischer Produktionsstätten in diesen Raum wird sich vermehren”, prognostiziert der Professor für Makroökonomie in der April-Ausgabe des Businessmagazins Versicherungswirtschaft.

“Das ist eine gewisse Gefahr für die deutsche Volkswirtschaft, weil Deutschland in der Folge als Wirtschafts- und Investitionsstandort an Attraktivität verlieren könnte”, warnt Fratzscher. Grundlegende transatlantische Interessenunterschiede sieht der DIW-Präsident hingegen nicht. “Beide Volkswirtschaften müssen immer noch ihre Finanzsektoren grundlegend reformieren, wobei die Amerikaner uns dabei weit voraus sind. Dort wurde seit 2009 der Bankensektor massiv konsolidiert und Kapital wieder aufgebaut – ein Prozess, der in Europa noch nicht so gediehen ist”, betont Fratzscher.

Dennoch geht der Wirtschaftsexperte davon aus, dass die USA den Prozess der Liberalisierung – insbesondere unter einer möglichen Präsidentin Hillary Clinton – weiter fortsetzen werden. “Es ist Gemeingut, dass die Versicherungswirtschaft, ob in USA oder Europa, in dem Niedrigzinsumfeld massiv unter Druck ist und Verwerfungen drohen können”, so Fratzscher. (vwh/td)

Das vollständige Interview lesen Sie in Kürze in der neuen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

Bild: DIW-Präsident Marcel Fratzscher (Quelle: DIW)

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