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Insolvenzen sinken weltweit um zwei Prozent

03.06.2015 – insolvenz_schuetz_pixelioDie Ökonomen des Kreditversicherers Euler Hermes rechnen für 2015 mit einem weltweiten Rückgang der Insolvenzen von zwei Prozent. Allerdings sei die Entwicklung regional unterschiedlich. Vor allem in Russland, Brasilien, Marokko und der Türkei wachse die Zahl der Unternehmenspleiten zweistellig. Spitzenreiter ist demnach Russland mit einem Plus von 30 Prozent.

In Deutschland und zahlreichen anderen europäischen Ländern hat Euler Hermes seine Insolvenzprognose allerdings nach unten korrigiert. Hintergrund sei die derzeit positive konjunkturelle Entwicklung. Statt eines leichten Anstieges der Fallzahlen erwartet der Kreditversicherer einen leichten Rückgang von zwei Prozent. “Die Wirtschaft in der Eurozone kommt wieder in die Spur und erholt sich rascher als wir zunächst erwartet haben”, sagte Ludovic Subran, Chefökonom der Euler Hermes Gruppe.

Durch “das positive Zusammenspiel von schwachem Euro, niedrigen Ölpreisen und günstigen Kreditkonditionen sowie einer vielerorts robusten Binnennachfrage” prognostiziert Euler Hermes ein Plus von 1,3 Prozent. Dies sei das stärkste Wirtschaftswachstum in der Eurozone seit 2011.

Dennoch sind die “Exportrisiken für deutsche Unternehmen unverändert hoch”, ergänzte Thomas Krings, Risikovorstand bei Euler Hermes. “In sieben von zehn Ländern liegt die Anzahl der Insolvenzen weiterhin deutlich über dem Vorkrisenniveau von 2007. Der anhaltende Russland-Konflikt führt zu teilweise starken Umsatzeinbußen bei deutschen Unternehmen”, so der Experte weiter. (vwh/td)

Link: Die vollständige Studie (PDF)

Bildquelle: Dieter Schütz / pixelio.de

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