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Initiative für den mündigen Patienten

14.08.2014 – QuenzelZu den gesundheitspolitischen Herausforderungen der Zukunft gehört es, die Lesekompetenz für OP-Unterlagen, Merkblätter oder Briefe zu stärken. Auch soll die Komplexität von Informationen so reduziert werden, dass für viele Patienten eine Partizipation an Entscheidungen möglich wird.

Die Zukunftsvision des mündigen Patienten, der zunehmend an Entscheidungen über die ihn betreffenden Gesundheitsfragen beteiligt wird, ist an viele Voraussetzungen geknüpft. Health Literacy lautet hier das Stichwort, unter dem die Fähigkeit zusammengefasst ist, ausgehändigte Patienteninformationen richtig zu interpretieren.

Auf Basis der Ergebnisse des European Health Literacy Survey wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 43 Prozent der Bevölkerung eine als problematisch einzustufende Health Literacy haben. Gudrun Quenzel leitet zwei Studien der Uni Bielefeld zum Thema und hat bereits erste Ergebnisse parat: “Ältere Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund und Jugendliche haben überproportional häufig Verständnisprobleme. Dies drückt sich unter anderem darin aus, dass sie Schwierigkeiten haben, den Anweisungen ihres Arztes zu folgen, Entscheidungen über Therapien zu treffen oder Beipackzettel von Medikamenten zu verstehen”, erläutert sie in ihrem Gastbeitrag in der aktuellen Ausgabe von PKV-Publik.

Quenzel führt weiter aus, dass 7,5 Mio. Menschen allein in Deutschland – 14,3 Prozent der Bevölkerung – geringe Lese- und Schreibkompetenz bescheinigt werde und dass daraus große Probleme im Umgang mit dem Gesundheitssystem resultieren. (vwh)

Lesen Sie den kompletten Blickwinkel von Gudrun Quenzel in PKV-Publik (Ausgabe 6/ Juli 2014)

Foto: Gudrun Quenzel forscht zum Thema Health Literacy (Quelle: PKV-Publik)

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