Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Industrie 2030: Strategiewechsel und neue Risiken

02.11.2015 – Erfolg_FotoliaAuf dem Weg in eine Zukunft durch Industrie. Der Tag der Industrie fragt auch nach Chancen. Doch kurzfristigen Risiken wie der aktuelle Reputationsverlust von “Made in Germany” angesichts des VW-Skandals und TTIP stehen neue Risiken gegenüber wie Cyberkriminalität, Fachkräftemangel, Überregulierung oder Rohstoffknappheit.

Gerade hier mahnte jüngst Matthias Wachter, Sicherheitsexperte vom Bundesverband der deutschen Industrie BDI, angesichts des aktuellen Preisverfalls: “Unter der Oberfläche nehmen die strukturellen Probleme eher zu als ab. Das sieht derzeit keiner, weil die Märkte mit billigen Rohstoffen überschwemmt werden.”

Zum Tag der Industrie, der heute seinen Auftakt hat, polarisiert BDI-Präsident Ulrich Grillo. Er sieht nicht nur die Rente mit 85 kommen, sondern fordert für Flüchtlinge den Mindestlohn. „So wenig ich vom staatlich verordneten Mindestlohn halte, so sehr warne ich davor, Ausnahmen für Flüchtlinge zu schaffen. Denn dann könnte es ganz schnell heißen, dass der für einen Billiglohn arbeitende Syrer einem Beschäftigten die Arbeit wegnimmt. Das wäre kontraproduktiv für die Stimmung im Lande.“

In Sachen TTIP mahnt der BDI schnelle Umsetzung an angesichts prognostizierter zehn Milliarden Euro jährlicher Entlastung für Unternehmen und Verbraucher.

Morgen geht es nach der Eröffnung vor rund 1.000 Gästen – unter anderem haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und der britische Finanzminister George Osbourne angekündigt – um die Herausforderungen des Wirtschaftsstandorts in den kommenden anderthalb Jahrzehnten. Die Kanzlerin hatte im Vorfeld erklärt, dass sie durch den VW-Skandal keinen Reputationsverlust für die deutsche Industrie fürchtet.

Das Thema “Deutschland 2030″ diskutieren Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer, Marijn Dekkers, Vorstandschef der Bayer AG, Heinrich Hiesinger (Thyssen Krupp) und Wissenschaftler Oliver Günther von der Universität Potsdam.

In seiner Veröffentlichung zur “Zukunft durch Industrie” mahnte hierzu der BDI neben neuen Geschäftsmodellen und Strategiewechseln vor allen Dingen Investitionen in Datensicherheit und Qualifizierung in IT an. Auch Schulen und Universitäten seien hier gefragt: Denn die Lehrpläne und Studiengänge hinken zu Themen wie Digitalisierung und Globalisierung hinterher. (vwh/ku)

BIldquelle: Fotolia

Link: Tag der Deutschen Industrie (Programm)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten