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IGVM empfiehlt Bundesrat Ablehung des LV-Reformgesetzes

04.06.2014 – igvm_logo_150Die Interessengemeinschaft Deutscher Versicherungsmakler e.V., hat am 30. Mai 2014 ihre Stellungnahme zum Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) an das Bundesfinanzministerium übergeben und darin das Reformvorhaben als Schnellschuss-Gesetz kritisiert.

„Der Referentenentwurf ist von seinen Inhalten her nicht geeignet, die Lebensversicherung nachhaltig für Versicherte attraktiver zu machen“, so Wilfried E. Simon, 1. Stellvertretender Vorsitzender und Dozent für Versicherungsrecht. „Nur wenn die Produkte der Lebensversicherer flexibler werden, steigt die Nachfrage und insbesondere Versicherungsmakler werden sie dann auch wieder verstärkt empfehlen können.

Dazu gehört, dass Versicherte den Vertrag bei sich ändernden Lebensumständen, z.B. bei vorübergehender Arbeitslosigkeit, nicht vollends kündigen oder beitragsfrei stellen müssen. Der Rückkauf stellt für die Lebensversicherer einen Mittelabfluss dar, und auf Seiten der Versicherten ist die vorzeitige Vertragsbeendigung meist mit Verlusten verbunden“, so Simon. Darf man den Statistiken der Verbraucherverbände Glauben schenken, so werden rund zwei Drittel aller abgeschlossenen Lebensversicherungen vor dem Ablauf beendet. Hier verlangt die IGVM, die Lebensversicherer stärker in die Pflicht zu nehmen, indem sie für mehr Flexibilität der Produkte trage, denn das Problem sei hausgemacht und den Lebensversicherungen bereits seit Jahrzenten bekannt.

Zwar sehe der Referentenentwurf keine Senkung der Provisionen und Courtagen vor, wie durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), von der Politik gefordert wurde und auch eine Verlängerung der Stornohaftungszeit von fünf auf zehn Jahre ist im Referentenentwurf nicht vorgesehen. Dennoch sollen Versicherer künftig nur 2,5 Prozent bilanzrechtlich einstellen dürfen. Dadurch sei eine Absenkung der Abschlussvergütung bei vielen Lebensversicherern zu erwarten, was zu verkürzten und somit weniger intensiven Beratungen des Verbrauchers führen müsse. Dies sei aber nicht im Sinne eines aktiven Verbraucherschutzes, so Simon. „Wir fordern daher von den Lebensversicherern, Versicherungsmaklern auf deren Anforderung hin abschlusskostenfreie Nettotarife zur Verfügung zu stellen. Somit sind Versicherungsmakler in der Lage, die Beratungs- und Vermittlungskosten aufwandsbezogen und an den Ertragserwartungen orientiert selbst zu kalkulieren.

Links: IGVM empfiehlt Bundesrat Ablehung des LV-Reformgesetzes, Referententwurf (PDF), Stellungnahme IGVM (PDF)

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