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Ignoriert Betriebsrenten-Reform Direktversicherungen?

15.12.2014 – Morgenstern_DIADas Bundessozialministerium arbeitet derzeit an einem Entwurf zur Reform der Betriebsrente, der Lebensversicherern empfindliche Einbußen bringen könnte. Das ergibt sich aus einem Diskussionspapier des Bundessozialministeriums zur bAV, das der Euro am Sonntag vorliegt. Dass darin die Direktversicherung ignoriert wird, stößt auf scharfe Kritik.

Demnach sollen Arbeitgebervereinigungen und Gewerkschaften die Möglichkeit erhalten, gemeinsam die betriebliche Altersvorsorge bAV quer durch die Branchen in Form von Tariffonds zu organisieren.

Derartige gemeinsame Einrichtungen gibt es bisher bereits, beispielsweise die Metallrente für die Metall- und Elektroindustrie. Doch vermitteln diese Institutionen lediglich staatlich geförderte Rentenpolicen privater Anbieter. Von solchen Direktversicherungen ist in dem Positionspapier des Ministeriums keine Rede mehr.

Das Blatt zitiert einen Sprecher des GDV, der das Ignorieren der Direktversicherung als „nicht nachvollziehbar“ bezeichnet. Die betriebliche Altersvorsorge zählt zu den wenigen Wachstumsbereichen der gebeutelten Lebensversicherer.

In den Töpfen der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) in Deutschland liegen derzeit rund 500 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Die Zahl von Direktversicherungen wuchs im vergangenen Jahr um knapp zwei Prozent. Klaus Morgenstern vom Deutschen Institut für Altersvorsorge sagt dazu: „Die Versicherer haben Angst, dass ihnen viel Geschäft wegfällt.“ (vwh/ku)

Bild: Klaus Morgenstern, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge. (Quelle: DIA)

Link: DIA-Experte warnt vor Zwangs-Betriebsrente (VWheute, 18.11.2014)

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