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Ifo-Index: Wirtschaft trotz Russland-Krise bester Laune

25.04.2014 – brille-chart-150Die Wirtschaft ist bester Laune. Zwar warnen die Verbände weiter davor, Russland mit harten Sanktionen zum Einlenken zwingen zu wollen, in den deutschen Firmen aber scheint mit einem solchen Szenario niemand zu rechnen. Der Ifo-Index stieg im April allen Erwartungen zum Trotz und dokumentiert damit vor allem die weiter robuste Zuversicht der deutschen Wirtschaft.

Im April nun kletterte der Index nach oben, getrieben von der wachsenden Zuversicht. Dabei waren die Nachrichten aus dem Osten kaum besser geworden – im Gegenteil. Die meisten Volkswirte hatten ein Minus beim Index erwartet – und sich getäuscht. Vielen Unternehmen könnten laut Analysten sicherlich bestehende Sorgen um ihr Geschäft in Osteuropa und Asien derzeit durch die gute Entwicklung im Inland und anderen Auslandsmärkten mehr als kompensieren.

“Die Unternehmen schauen zudem wieder zuversichtlicher auf die weitere Geschäftsentwicklung. Trotz der Krise in der Ukraine setzt sich die positive Grundstimmung durch”, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. “Die bisher schon gute Geschäftslage hat sich weiter leicht verbessert.”

Das zeigt sich in allen drei Werten, die von den Münchner Wirtschaftsforschern erhoben werden. Die Lagebewertung kletterte leicht von 115,2 auf 115,3 Punkte. Wichtiger noch: Der Wert für die Erwartungen an die kommenden Monate machte im April von 106,4 auf 107,3 deutlich Boden gut. Besonders in der Industrie läuft es weiter besonders gut: “Im verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex auf den höchsten Wert seit Juli 2011 gestiegen”, sagte Sinn.

Der Chefvolkswirt der KfW-Bank, Jörg Zeuner, sieht einen schwungvollen Start für die Wirtschaft ins zweite Quartal: “Der gestiegene Ifo-Index ist eine freudige Überraschung – insbesondere das deutliche Plus bei den Erwartungen.” Er rechne nun damit, dass beim Wirtschaftswachstum in Deutschland in diesem Jahr eine Zwei vor dem Komma möglich sei. “Außenwirtschaftlich erweisen sich die USA ein weiteres Mal als Zugpferd”, sagte Zeuner. Die Lage scheint also gut auch für Jungakademiker, sich mit einem adäquaten Einstiegsgehalt (siehe DOSSIER) in den Arbeitsmarkt begeben zu können. Dass die verbesserte Stimmung in der Deutschen Wirtschaft sich auch auf dem Arbeitsmarkt niederschlagen wird, soll kommende Woche das Arbeitsmarktbarometer des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung belegen. (vwh)

Foto: Der Ifo-Index klettert bei genauerem Betrachten leicht, die Stimmung in der Wirtschaft steigt. (Quelle: Hermsdorf/ pixelio)

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