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Hypo Alpe Abwicklung: Angebot Kärntens von Gläubigern zurückgewiesen

22.01.2016 – Kärnten bietet für die Schuldverschreibungen der ehemaligen Hypo Alpe Adria vorrangigen Gläubigern 75 Prozent und nachrangigen 30 Prozent des Nominalwerts. Ein Sprecher der Meag, Vermögensveralter der Munich Re, lehnte unmittelbar ab. Man erwarte eine Rückzahlung zu 100 Prozent, “im Interesse unserer Kunden”.

Die Börsen-Zeitung berichtet, dass deutsche Versicherer eine Haltevereinbarung für die betroffenen Heta-Schuldentitel unterschrieben hätten. Es geht um die Summe in Höhe von 770 Mio. Euro.

Auch die sogenannte Ad-hoc-Gläubigergruppe hat das Angebot gestern abgelehnt, berichtet der österreichische Standard. Dazu gehören neben der Commerzbank die Helvetia Versicherung, Pimco und der deutsche Einlagensicherungsfonds. Hier sind fünf Milliarden Euro, die Hälfte der gesamten Forderungen, vereint.

Die Gläubiger würden auf einen langfristigen Zahlungsplan hoffen. Sie glauben demnach nicht, dass Kärntens Zahlungsfähigkeit mit 1,2 Mrd. Euro ausgeschöpft sei. Dieser Betrag “spiegelt nicht einmal ansatzweise dessen Vermögenswerte bzw. Leistungsfähigkeit wider”, zitiert das Blatt eine Aussendung der Gruppe.

Ein Zahlungsmoratorium war bereits im vergangenen Jahr in den Fokus der Kritiker geraten. Vertreter der Luther-Lawfirm sahen darin einen Fall hoheitlicher Enteignung ausländischer Gläubiger. (vwh/ku)

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