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Hufeld: “Finanz- und Versicherungswesen ist kritische Infrastruktur”

10.07.2015 – Cyber_ThinkstockBafin-Präsident Felix Hufeld sieht das Cyber-Risiko im Finanzsektor auf “einem alarmierend hohen Niveau”. Diese Gefahr werde in Zukunft weiter zunehmen, sagte er gestern bei einem Symposium der Bundesbank. Heute will der Bundesrat beraten, ob zum jüngst beschlossenen IT-Sicherheitsgesetz weitere Beratungen im Hinblick auf Datenschutz notwendig sind.

“Das Finanz- und Versicherungswesen ist eine solche kritische Infrastruktur”, unterstrich Bafin-Chef Felix Hufeld gestern in Frankfurt. Mit dem IT-Sicherheitsgesetz können erstmals Bußgelder von bis zu 100.000 Euro verhängt werden. Diese können Betreiber sogenannter kritischer Infrastrukturen (siehe KÖPFE) treffen, die vorsätzlich oder fahrlässig gegen die Auflagen Verstoßen. Experten haben nämlich längst mit dem Mythos aufgeräumt, dass kritische Infrastrukturen wie Industrieanlagen nicht Ziel von Cyberattacken werden können, weil sie beispielsweise nicht online sind.

Betreiber kritischer Infrastrukturen, zu denen Energieversorger, Telekommunikationsdienstleister oder Unternehmen des Finanz-, Versicherungs- und Gesundheitswesens zählen, müssen künftig ihre Netzwerke nach Mindeststandards absichern und dies dokumentieren. Hackerangriffe sind an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu melden.

Und hier ist vor allen Dingen ein fundiertes Risiko- und Krisenmanagement unerlässlich. Martin Eling vom Institut für Versicherungswirtschaft in St. Gallen hat hier Leitlinien entwickelt (siehe DOSSIER), an deren Ausrichtung sich dann auch die Versicherbarkeit von Unternehmen ausrichtet. (vwh/ku)

Bildquelle: Thinkstock

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