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Hostessen-Urteil: Party-Fotos im Netz sind in Ordnung

11.03.2015 – 8_15_VersRWer sich als Hostess auf einer Promi-Party sein Geld verdient, muss damit rechnen, dass Fotos der Tätigkeit im Anschluss veröffentlicht werden. Dies gilt besonders dann, wenn der Auftraggeber dementsprechendes Informationsmaterial ausgehändigt hatte.

Eine Hostess sah ihre Persönlichkeitsrechte darin verletzt, dass Bilder Ihrer Tätigkeit – sie pries Zigaretten einer bestimmten Marke auf einer Casting-Company-Abriss-Party an – auf einem Eventportal im Netz veröffentlicht wurden.

Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte nun das Urteil des Landgerichts Berlin, das eine konkludente Einwilligung in die Veröffentlichung von Bildern gegeben sah. Die Hostess hatte von ihrem Arbeitgeber zuvor Informationsmaterial ausgehändigt bekommen, in dem sich der Hinweis findet, dass Fotos erlaubt seien.

Selbst wenn diese Einwilligung in dieser Form nicht vorgelegen hätte, hätte die Frage geklärt werden müssen, ob es sich bei der Party um ein Ereignis von zeitgeschichtlichem Interesse handelt. Dann wäre eine Verbreitung ohne Einwilligung ebenfalls möglich gewesen. (vwh/ku)

Die Details und weitere Rechtsfälle finden Sie in der aktuellen Ausgabe von VersR (8/15).

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