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Honorarberatung kommt ohne staatlichen Push nicht voran

08.01.2015 – Das Honorar-Finanzanlagenberaterregister ist zwar erst seit August 2014 am Start, der Weg in die Honorarberatung erscheint aber nur für wenige Finanzberater erfolgversprechend zu sein, wie neue Zahlen des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zeigen. Auch die Zahl der auf Provisionsbasis arbeitenden Finanzanlagenvermittler stagniert.

HonorarfinanzanlagenberaterZum Ende vergangenen Jahres waren insgesamt 65 Honorar-Finanzanlagenberater mit Erlaubnis registriert (siehe Grafik, zum Vergrößern anlicken). Ende September 2014 waren es zur Startphase 45 gewesen. Die meisten (53) dürfen über offene Investmentvermögen beraten; 21 haben sich auch für geschlossene Investmentvermögen und neun für die Vermittlung anderer Vermögensanlagen qualifiziert.

Im Vergleich zu den Ende 2014 registrierten 40.662 (Vorjahr: 39.911) Finanzanlagenvermittlern haben die Honorarberater lediglich einen Marktanteil von 0,16 Prozent. Ohne eine neue staatliche Unterstützung der Honorarberatung – die große Koalition will ja erklärtermaßen die Honorarberatung als Alternative zur provisionsbasierten Beratung stärken – dürfte diese aber mittelfristig kaum aus ihrem Nischendasein herauskommen.

FinanzanlagenvermittlerBei den Finanzanlagenvermittlern, die sich in der Masse auf die Vermittlung von offenen Investmentvermögen konzentrieren, ist noch bemerkenswert, dass ihre Zahl gegenüber dem Stand von Ende September 2014 (41.217) leicht zurückgegangen ist (siehe Grafik, zum Vergrößern anlicken). Klar bleibt, dass die im Gesetzgebungsverfahren genannte Zahl von 60.000 Finanzanlagenvermittler bei weitem nicht erreicht werden wird. Vielleicht hat die neue Regulierung hier auch zu einer durchaus wünschenswerten Marktbereinigung geführt.

Deutlich rückläufig waren im vergangenen Jahr die Kundenbeschwerden, die der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) von Banken, Sparkassen und Finanzdienstleistern gemeldet wurden. Wie die Bafin auf Anfrage mitteilte, gingen diese Beschwerdemeldungen auf 6.050 von noch 9.720 im Jahr 2013 zurück. (brs)

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