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Höhere Ostlöhne lassen 2015 Rentenbeitragsgrenze schneller steigen

11.09.2014 – rentner-paar-150Im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist jetzt der Referentenentwurf zur Festlegung der Rechengrößen in der gesetzlichen Rentenversicherung und gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für 2015 erstellt worden. Basis ist die Lohnentwicklung des Jahres 2013, die in den neuen Bundesländern etwas dynamischer verlief als in den alten. Im Ergebnis steigt in der Rentenversicherung die Beitragsbemessungsgrenze Ost doppelt so stark an wie die für die alten Bundesländer.

Das Ministerium, das diesen Entwurf unter Verschluss hält, wies darauf hin, dass es sich um vorläufige Zahlen handele. Die “Verordnung über die maßgebenden Rechengrößen der Sozialversicherung 2015″ befinde sich derzeit noch in der Abstimmung. Die Verordnung wird im Herbst vom Kabinett verabschiedet; auch der Bundesrat muss dann noch zustimmen.

In den vergangenen Jahren waren allerdings die Daten aus dem Verordnungsentwurf dann auch so unverändert beschlossen worden. Wie aus Regierungskreisen verlautete, wird in den Berechnungen ein Anstieg der Bruttolöhne und -gehälter in 2013 von 1,99 Prozent in den alten Bundesländern und von 2,19 Prozent in den neuen Bundesländern unterstellt. Die gesamtdeutsche Veränderungsrate beträgt 2,03 Prozent.

In der allgemeinen Rentenversicherung wird für die alten Bundesländer im kommenden Jahr eine Beitragsbemessungsgrenze von 72.600 Euro im Jahr festgesetzt. Der monatliche Wert erhöht sich damit um 100 auf 6.050 Euro. In der knappschaftlichen Rentenversicherung bestimmt sich der Jahreswert auf 89.400 Euro und der Monatswert auf 7.450 Euro. Die Beitragsbemessungsgrenze für die neuen Länder wird doppelt so stark angehoben. Der Jahresgrenzwert steigt um 2.400 Euro auf 62.400 Euro. Der monatliche Höchstsatz beträgt dann 5.200 (Vorjahr: 5.000) Euro. In der Knappschaft werden der Jahreswert auf 76.200 Euro und der Monatswert auf 6.350 Euro fixiert. Das Ministerium wies darauf hin, dass ohne eine solche jährliche Anpassung die Spitzenverdiener “nach oben aus der Sozialversicherung herauswachsen” und die Lasten bei den unteren Einkommensgruppen hängen bleiben würden. In der GKV werden die bundeseinheitlichen Grenzwerte entsprechend angepasst. Die Versicherungspflichtgrenze in der GKV soll dem Referentenentwurf zufolge auf 54.900 (53.550) Euro steigen. Die Beitragsbemessungsgrenze wird um 900 Euro auf jährlich 49.500 Euro angehoben. Auf Monatsbasis bedeutet dies einen Grenzwert von 4.125 (4.050) Euro. Die Verordnung wird am 1. Januar 2015 in Kraft treten. (brs)

Bild: Deutsche Rentner warten auf den Referentenentwurf. (Quelle: vwh)

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