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Hohe Fehlzeiten durch schlechte Unternehmenskultur

13.09.2016 – Gesundheitsmanagement_ThinkstockEine schlechte Unternehmenskultur geht oftmals auch mit einem deutlich höheren Gesundheitsrisiko einher. Demnach ist derzeit jeder vierte Mitarbeiter, welche die eigene Unternehmenskultur als schlecht bewertet, auch mit seiner eigenen Gesundheit unzufrieden. Bei Mitarbeitern mit positiver Sichtweise auf das eigene Unternehmen trifft dies nur auf jeden Zehnten zu. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Fehlzeiten-Report 2016 der AOK.

Laut Umfrage sind den Mitarbeitern demnach vor allem die Loyalität des Arbeitgebers (78 Prozent) und der Aspekt des Lobens (69 Prozent) im Arbeitsalltag wichtig. Allerdings erleben nur 55 Prozent der Beschäftigten tatsächlich, dass der Arbeitgeber hinter ihnen stehe. Zudem werde lediglich die Hälfte der Beschäftigten für gute Arbeit gelobt wird, konstatieren die Studienautoren weiter.

Darüber hinaus zeigen sich Beschäftigte mit einer schlechten Unternehmenskultur deutlich unzufriedener mit ihrer eigenen Gesundheit und berichten häufiger über körperliche und psychische Beschwerden. Laut Report geht damit eine schlecht bewertete Unternehmenskultur bei 27,5 Prozent der Befragten mit gesundheitlicher Unzufriedenheit einher. Dieser Anteil sei damit dreimal so hoch wie in der Vergleichsgruppe, die ihre Unternehmenskultur als positiv wahrnimmt (8,9 Prozent).

Mehr als doppelt so häufig berichten die Befragten bei einer schlechten Unternehmenskultur auch über körperliche Beschwerden, die im Zusammenhang mit der Arbeitstätigkeit stehen (66,6 Prozent im Vergleich zu 32 Prozent bei einer guten Unternehmenskultur). Bei den psychischen Beschwerden sind die Verhältnisse vergleichbar (65,1 Prozent gegenüber 35,8 Prozent bei einer guten Unternehmenskultur).

“Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen der Art und Weise, wie Beschäftigte ihre Arbeit erleben, und ihrer Gesundheit. Jedes Unternehmen, egal welcher Branche, sollte dieses Wissen nutzen”, kommentiert Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO und Mitherausgeber des Reports. (vwh/td)

Bildquelle: Thinkstock

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