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Hochwasser 2013: 104,5 Mio. Euro-Schaden an öffentlicher Infrastruktur

10.08.2015 – hochwasser-763Beim Hochwasser an Donau und Elbe im Jahr 2013 sind im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur nach aktuellen Schätzungen Schäden in Höhe von 104,55 Mio. Euro entstanden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.

Die Antragsfrist zum Sondervermögen “Aufbauhilfe” endete am 30. Juni 2015, heißt es weiter. Die Bewilligungsfrist sei auf Wunsch der Länder vom 31. Dezember 2015 auf den 30. Juni 2016 verlängert worden.

Bei dem Hochwasser waren im Sommer 2013 Elbe, Donau und Saale über die Ufer getreten und hatten weite Teile Ost- und Süddeutschlands überflutet. Die Bilanz der Versicherer: Für 140.000 versicherte Flutschäden zahlten sie rund 1,8 Mrd. Euro an ihre Kunden. Am stärksten von den Überschwemmungen betroffen waren die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern und Thüringen.

Unter den vier Bundesländern trug Sachsen mit 900 Mio. Euro Versicherungsleistung die höchste Schadenlast. Das Hochwasser wurde durch heftige, langanhaltende Starkregenfälle ausgelöst. Mehrere Deiche brachen und viele Flüsse führten historische Pegelhochstände. Die Flut hatte die größte räumliche Ausdehnung aller Hochwasserereignisse seit 1950. 85 Prozent der versicherten Schäden entstanden weitab der großen Flüsse. Selbst in der niedrigsten Risikozone erreichten die versicherten Einzelschäden in der Spitze 250.000 Euro. Der durchschnittliche Schaden betrug hier 6.300 Euro. (jko/vwh)

Bildquelle: vwh

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