Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Hobelspäne: Nicht geeignet als Streumittel im Winterdienst

30.01.2015 – Winterdienst_Rainer Sturm_pixelioHobelspäne ohne abstumpfende Wirkung sind keine geeigneten Streumittel für einen eisglatten Gehweg. Das hat das OLG Hamm in einem Schadensersatzprozess einer auf eisglattem Gehweg gestürzten Fußgängerin festgestellt. Der für den Winterdienst zuständige Mieter muss 50 Prozent des noch nicht näher bestimmten Schadens tragen.

Die Hobelspäne – die Ausrede, dass damals alle anderen Streumittel ausverkauft gewesen seien, ließ das Gericht nicht gelten – hatten sich im vorliegenden Fall mit Feuchtigkeit vollgesaugt und sind so zu einer Art Eisflocken mit Rutscheffekt geworden, deswegen laut Gericht als Streumittel ungeeignet.

Trotzdem wurde der verunglückten Fußgängerin eine Teilschuld zugesprochen. Denn sie hätte, so das Gericht in der Urteilsbegründung (6 U 92/12) eine erkennbar glatte Stelle betreten. Sie war während der Vorbeifahrt eines Pkw auf den Gehweg ausgewichen. Dort hätte sie aber stehen bleiben müssen, um im Anschluss ihren Weg auf der Straße fortzusetzen. Die Folge des Sturzes: ein gebrochener Oberarm. (vwh/ku)

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten