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Heise: Kein Anlass, die “nukleare Option” zu ziehen

07.01.2015 – heise_michael“Es gibt keinen Anlass, die ‘nukleare Option’ zu ziehen und die Wirtschaft weiter mit Liquidität zu fluten”, sagt Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE. Der geplante Aufkauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte das Anlageproblem auch 2015 nicht verbessern. Vielmehr dürfte sich der “Lebensraum der bedrohten Spezies ‘Sparer’ damit noch weiter verkleinern.

So sieht der Allianz-Chefvolkswirt in den Plänen der EZB nichts anderes als eine Umverteilung von den Sparern – und damit den Gläubigern – zu den Schuldnern. Diese Maßnahme sei aber nur in akuten Krisensituationen zu rechtfertigen, in denen ein Kollaps des Schuldners zu befürchten sei.

Daneben sieht Heise in den geplanten Ankäufen vor allem auch ein juristisches und ein technisches Problem: So implizierten die Käufe der Staatsanleihen in einer Währungsunion souveräner Staaten den Transfer von Risiken zwischen den Staaten. Dies würde faktisch eine Haftungsunion durch die Hintertür bedeuten. Hinzu komme, dass der technische Fortschritt ein höheres Angebot an Rohstoffen mit sich bringe.

Doch was bewegt die EZB zu diesem drastischen Schritt? Für den Chefvolkswirt der Allianz ist dies vor allem die Angst vor Deflation, für die es letztlich aber nur einen einzigen Grund gebe – nämlich, dass “fallende Preise es den überschuldeten Staaten unmöglich machen, ihre Kredite zurückzuzahlen”.

Vielmehr zeige sich aber, dass sich der Euroraum dank der nationalen und supranationalen Reformmaßnahmen “ein gutes Stück vom Abgrund entfernt haben”. So ernteten die betroffenen Länder die ersten Früchte ihrer Anstrengungen – von der sinkenden Arbeitslosigkeit bis hin zu einer verbesserten Kapitalisierung der Banken. Mit einer stärkeren Weltkonjunktur, einem schwachen Euro und fallenden Rohstoffpreisen dürften 2015 wieder alle Eurostaaten wachsen. In der Summe seien 1,4 Prozent realisisch, so Heise. (vwh/td)

Den gesamten Artikel lesen Sie in der neuen Ausgabe der Versicherungswirtschaft 1/2015 (EVT: 8. Januar).

Bild: Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE (Quelle: Allianz)

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