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Guter Start hat Wirtschaftsjahr 2014 gerettet

16.01.2015 – Fichtner_DIWDie deutsche Wirtschaft ist laut Vorabschätzung des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Obwohl die Rate damit deutlich höher war als in den beiden Vorjahren, war die konjunkturelle Dynamik nach Einschätzung der Konjunkturexperten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) eher schwach.

„Bei genauerer Betrachtung trat die deutsche Wirtschaft den Großteil des Jahres auf der Stelle“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Eigentlich war es nur der kräftige Start ins Jahr 2014, der zu diesem guten Ergebnis geführt hat – und dieser war auch einem ausgesprochen milden Winter zu verdanken“, so Fichtner weiter.

Für das kommende Jahr soll der Konsum das Wachstum ankurbeln und der niedrige Ölpreis Arbeitsmarkt und Wirtschaft anschieben. Auswirkungen durch Einführung des Mindestlohns habe man indes noch nicht beobachten können, erläuterte DIW Experte Simon Junker.

Die Risiken für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2015 sind nach DIW-Einschätzung allerdings hoch. Die Krise in Russland ist weiter mit Gefahren insbesondere für die Stabilität der Finanzmärkte verbunden; gerade im Euroraum sind die Märkte immer noch fragil. Auch eine frühere oder stärker als erwartete Erhöhung der Leitzinsen in den Vereinigten Staaten könnte, ebenso wie die fortgesetzten politischen Unstimmigkeiten über die Fortsetzung des Reformkurses in der europäischen Währungsunion, zu wieder steigender Nervosität an den Märkten führen. (vwh/ku)

Bild: DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner (Quelle: DIW)

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