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Gutachter haftet nicht für “gesundheitliche Schäden” einer Zeugin nach negativem Gutachten

18.09.2013 – versR_nr26Ein Zeuge kann keinen Schadenersatz und auch kein Schmerzensgeld für ein ihn selbst betreffendes negatives Gutachten hinsichtlich seiner eigenen Glaubwürdigkeit erhalten. Selbst wenn er vorgibt durch das Gutachten gesundheitlich -sprich psychologisch- geschädigt worden zu sein.

§ 839 a BGB ist nicht einschlägig, so die Richter am Oberlandesgericht in Köln, wenn im Rahmen eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens eine Überprüfung der Glaubwürdigkeit einer Zeugin durch eine psychologische Sachverständige stattfindet, und die Zeugin geltend macht, sie sei durch das für sie negativ ausgefallene Gutachten in gesundheitlicher Hinsicht geschädigt worden.

Eine Haftung des psychologischen Sachverständigen aus § 823 Abs. 1 BGB wegen Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts oder nach § 826 BGB kommt nicht schon dann in Betracht wenn die Angaben der zu Untersuchenden während der Exploration nicht vollständig wortgetreu wiedergegeben werden, so die Richter weiter in ihrer Urteilsbegründung. Zuvor hatte bereits das Landgericht im Ergebnis einen immateriellen Schadenersatzanspruch wegen des Gutachtens verneint.

Das Urteil (OLG Köln 04.10.12 AZ: 5 U 104/12) ist noch nicht rechtskräftig.

Link: VersR

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