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Gröhe will Gesundheits-Apps reguliert haben

08.06.2016 – mobile_Andrey_popov_FotoliaGesundheitsminister Hermann Gröhe hat die Notwendigkeit europaweiter Regeln für Gesundheits-Apps erkannt. Auch ihm geht es dabei um Standards in Qualität und Datenschutz. “Wir brauchen Qualitätsstandards für Gesundheits-Apps, auf die sich alle verlassen können”, sagt der CDU-Politiker der Bild. Auch die Bundesärztekammer unterstützt den Vorstoß, auf den einige gewartet haben.

“Sensible Gesundheitsdaten sind heiß begehrt. Deshalb muss sichergestellt sein, dass niemand unwissentlich mit persönlichen Daten für scheinbar kostenlose Gesundheits-Apps bezahlt”, sagt BÄK-Chef Frank Ulrich Montgomery. Die aktuellen Angebote lassen in Qualität und der Validität der gesammelten Daten zu wünschen übrig, kritisierte unlängst Gesundheitsökonomin Stephanie Stock. “Die derzeit verfügbaren Gesundheits-Apps berücksichtigen mehrheitlich nicht aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verhaltensprävention. Darüber hinaus besteht kein ausreichendes regulatorisches Zulassungs- bzw. Qualitätssicherungsverfahren.”

Auch das Hamburger Unternehmen E-Privacy, das Prüfsiegel vergibt, schlägt Alarm. Demnach würden 80 Prozent sogenannter Gesundheits-Apps gravierende Mängel in Datenschutz und Datensicherheit aufweisen.

Zentrale Kritik kommt auch von Maximilian Gaßner, dem ehemaligen Präsidenten des Bundesversicherungsamtes. Er warnt davor, das Gefahrenpotenzial selbst bei vermeintlich harmlosen mHealth-Anwendungen nicht zu unterschätzen. (vwh/ku)

Bild: Andrey Popov / Fotolia

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