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Gröhe: “Keinem wird es mit der Pflegereform schlechter gehen”

10.08.2015 – groehe-hermannDie Bundesregierung verabschiedet am kommenden Mittwoch die Reform der Pflegeversicherung. Die Beiträge steigen um 0,2 Prozent vom Bruttolohn. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) versichert: “Alle Pflegebedürftigen erhalten ihre bisherigen Leistungen, die allermeisten mehr.” Vor allem Pflegeleistungen für Demenzkranke werden verbessert.

Neben der Beitragssteigerung wird die Einstufung von Leistungen neu geregelt. Bislang richten sich die Leistungen allein nach dem zeitlichen Unterstützungsbedarf. Eingeteilt werden die Pflegebedürftigen künftig nicht mehr in drei Pflegestufen, sondern in fünf Pflegegrade. Gegenüber der Bild-Zeitung erklärt Hermann Gröhe, damit werde man “Menschen, die Pflege benötigen, besser gerecht werden. Dafür müssen Pflegebedürftige anders begutachtet und eingestuft werden als bisher. Künftig zählen nicht nur körperliche, sondern auch geistliche Einschränkungen”, sagt der Gesundheitsminister.

Die Bundesregierung schätzt, dass dadurch eine halbe Millionen Menschen mehr als heute Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen – vor allem Demenzkranke.

Ferner werde der tatsächliche Unterstützungsbedarf mit der Pflegereform besser erfasst, ist Gröhe überzeugt. “Und wir beginnen mit der Unterstützung deutlich früher – zum Beispiel wenn eine Dusche altersgerecht umgebaut werden muss oder Hilfe im Haushalt benötigt wird.”

Insgesamt Fünf Milliarden Euro wird die Bundesregierung zusätzlich in die Pflegeversicherung investieren. Als Folge steigen die Beiträge um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 Prozent (Kinderlose 2,8 Prozent). (vwh/dg)

Bild: Hermann Gröhe (Quelle: Laurence Chaperon – CDU/CSU Fraktion im deutschen Bundestag)

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