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Grillo fordert Ende des Flüchtlingsstreits in der Politik

04.11.2015 – grillo-bdi-150Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), warnt davor, bei der Beschäftigung von Flüchtlingen vom Mindestlohn abzuweichen. “Ich bin noch nie ein Freund des Mindestlohns gewesen und werde es auch nicht”, so Grillo im ARD-Morgenmagazin. In diesem Falle aber den Mindestlohn nur für Flüchtlinge zu senken, halte er “für völlig falsch”. Die Bundesregierung fordert er hingegen zur Geschlossenheit in der Flüchtlingsfrage auf.

“Wir müssen auf die Stimmung achten. Wenn jetzt die Stimmung aufkommt, die Flüchtlinge werden bevorzugt, die nehmen uns was weg: Das ist ganz gefährlich. Wir werden den Mindestlohn zumindest in diesem Zusammenhang nicht anpacken”, betont Grillo.

Zudem forderte der BDI-Präsident von der Politik Taten. Diese müsse die entsprechenden Rahmenbedingungen setzen, damit Planungssicherheit für die Industrie bestehe. So habe dir Große Koalition eine große Verantwortung. “Es kann nicht sein, dass sie sich nur streitet miteinander, dass sie Wahlkampf betreibt”.

Vielmehr müssten die Probleme angegangen und gelöst werden. Bei allen Risiken böte die aktuelle Flüchtlingssituation auch Chancen: “Wir haben 600.000 unbesetzte Arbeitsplätze und die können auch besetzt werden”, konstatiert Grillo.

Nur Stunden später – bei seiner Eröffnungsrede zum Tag der Deutschen Industrie – schrieb Grillo der Regierung ins Stammbuch: “Neben moralischen Positionierungen müssen wir noch mehr leisten”. Demnach sei die Politik aufgefordert, “den Menschen klar zu sagen: Ja, wir können das schaffen, aber es wird schwierig und es wird der Gesellschaft Opfer abverlangen.” (vwh/td)

Link: BDI-Präsident Grillo: Mindestlohn auch für Flüchtlinge (Video)

Bild: BDI-Präsident Ulrich Grillo (Quelle: BDI)

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