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Griechen rücken von Schuldenschnitt ab

04.02.2015 – akropolis_manfred_walker_pixelioDie neue griechische Regierung rückt scheinbar von ihrer Forderung nach einem Schuldenschnitt ab. In einem Interview mit der Financial Times sagte Finanzminister Yanis Varoufakis, man werde nicht mehr den Erlass von Teilen der Auslandsschulden in Höhe von 315 Mrd. Euro fordern. Stattdessen solle die Belastung über verschiedene Umschuldungsarten tragbar gemacht werden.

Dazu zählte Varoufakis u.a. Anleihen mit unbegrenzter Laufzeit oder Anleihen, die ans Wirtschaftswachstum gekoppelt sind. Damit vermeide man den Begriff des “Schuldenschnitts”, der in Ländern wie Deutschland politisch inakzeptabel sei, sagte der griechische Finanzminister weiter.

Gleichzeitig kündigte er an, dass die konkreten Vorschläge den EU-Partnern bis Ende des Monats vorliegen sollen. “Helft uns bei der Reform unseres Landes und gebt uns dazu etwas finanziellen Spielraum, sonst werden wir weiter ersticken und ein deformiertes statt ein reformiertes Griechenland werden”, wird Varoufakis zitiert.

Zuvor hatten mehrere Unionspolitiker gefordert, die Steuerfreiheit für Reeder zu beenden. Fraktionsvize Michael Fuchs sagte, es sei “höchste Zeit”, dass deren Gewinne besteuert würden. Und CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach ergänzte, es sei die “souveräne Entscheidung des griechischen Staats”, seine Reeder nahezu komplett von der Steuerpflicht zu befreien. Allerdings dürfe Griechenland dann “nicht erwarten, dass die Steuerzahler der Eurozone” die dadurch entstehenden Einnahmeausfälle in Millionenhöhe kompensierten. (vwh/td)

Bild: Akropolis in Atthen (Quelle: Manfred Walker / pixelio.de)

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