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GOÄ-Reform: “Sehr gutes Fundament geschaffen”

02.03.2016 – Leienbach_150Die Bundesärztekammer (BÄK) und der PKV-Verband haben ein Gesamtpaket zur GOÄ-Reform vereinbart. “Der Entwurf bietet klare Vorteile für alle: für die Patienten eine Versorgung auf dem modernsten Stand der Medizin mit einer transparenten Abrechnung und Schutz vor finanzieller Überforderung sowie für die Ärzte eine angemessene Vergütung bei voller Therapiefreiheit”, betont PKV-Direktor Volker Leienbach.

Man sei sich einig, dass Deutschland eine neue Gebührenordnung für Ärzte brauche, denn die geltende GOÄ befinde sich in wesentlichen Teilen auf dem Stand von 1982. Welche Auswirkungen die neue GOÄ auf die Preise in der Krankenversicherung haben wird, sei jedoch noch nicht abzusehen, wie der PKV-Direktor in der aktuellen Versicherungswirtschaft sagte: “Das gilt schon deswegen, weil das angestrebte Gesamtpaket noch nicht in allen Teilen fertig gestellt ist.”

Gegenüber der aktuellen Gebührenordnung bietet das vorliegende Reformkonzept es aus Sicht von Leienbach folgende Verbesserungen:

  • Medizinische Innovation: Das Konzept der neuen GOÄ erfasst alle medizinischen Leistungen auf dem neuesten Stand. Zudem bietet sie mit der „Gemeinsamen Kommission“ einen Mechanismus zur schnellstmöglichen Integration künftiger medizinischer Innovationen in die Gebührenordnung.
  • Mehr Transparenz und bessere Verständlichkeit: Die neue GOÄ soll für alle Beteiligten mehr Klarheit bei der Abrechnung schaffen. Die bisherigen, teilweise schwer verständlichen Analog- Herleitungen bei medizinischen Innovationen werden durch präzise neue Definitionen ersetzt.
  • Stärkung der „sprechenden Medizin“: Die persönliche Zuwendung des Arztes zum Patienten wird im Verhältnis zur so genannten Gerätemedizin stärker honoriert.
  • Stärkung der ärztlichen Freiberuflichkeit: Eine moderne Gebührenordnung ist DIE Garantie für die ärztliche Freiberuflichkeit schlechthin. Die Wesenselemente der Privaten Krankenversicherung, von der lebenslangen und unkürzbaren Leistungszusage ihrer Verträge über die Sicherstellung der ärztlichen Therapiefreiheit bis hin zum Verzicht auf Budgetierung, fließen in dieses Konzept ein.

“Wir sind überzeugt, ein sehr gutes Fundament geschaffen zu haben, sodass Bundesregierung und Bundesrat noch in dieser Wahlperiode eine neue Verordnung beschließen können”, zeigt sich Leienbach zuversichtlich. (vwh/jko)

Bildquelle: PKV

bestellen_vwh Interview: “Keine Radikaloperation am System”, PKV-Direktor Volker Leienbach über Reformen und Kampagnen in der privaten Krankenversicherung (Einzelbeitrag).

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