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Giegold: Altersversorgung steckt in der Krise

24.02.2016 – GiegoldDie europäische Altersversorgung steckt in der Krise, konstatiert der grüne Europaabgeordnete Sven Giegold. So habe der erste Stresstest der Eiopa gezeigt, wie krisenfest die betriebliche Altersvorsorge in Europa sei: “Es ist eine Lektüre, die die Leser frösteln lässt”, schreibt er in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. So stehen die errechneten Werte “im krassen Gegensatz zu den Zahlen, die mit nationalen Berechnungsmethoden ermittelt wurden”.

Giegolds Kritikpunkt: “Die nationalen Berechnungen stützen sich auf Unternehmen und Rentenbezieher als Lückenfüller”. So ist es für den grünen Europapolitiker “wenig überraschend, dass diese nationalen Berechnungen ein rosiges Bild vom Zustand der betrieblichen Rentenkassen zeichnen, da Fehlbeträge schlicht ignoriert werden”. Zudem habe das Finanzierungsloch “im Windschatten dieser ‘kreativen Buchführung’ in unserer betrieblichen Altersvorsorge unbeachtet von der Öffentlichkeit ein besorgniserregendes Ausmaß annehmen” können, schreibt Giegold weiter.

Allerdings habe “das Ringen um einen ehrlichen Blick auf den Zustand der Betriebsrenten gerade erst begonnen. Der Weg bis dieser Beschluss EU-Gesetz wird, ist noch weit. Vor allem stehen zuvor noch Verhandlungen des Europarlaments mit den Mitgliedsstaaten an”, konstatiert der Grünen-Europapolitiker. Gleichzeitig rechnet Giegold mit einem “heftigen Widerstand gegen ein robustes Regelwerk” durch die Anbieter von Betriebsrenten sowie die beteiligten Unternehmen. (vwh/td)

Link: “No surprises, no alarm” – viel Stress um nichts? (Tagesreport vom 27.01.2016)

Bild: Sven Giegold, finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament. (Quelle: Sven Giegold)

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