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Gesundheitsdaten in die Verantwortung der Kassen

09.05.2016 – BaasFür Techniker-Chef Jens Baas sind Patientendaten nur bei den gesetzlichen Krankenkassen gut aufgehoben. Denn die sind staatlich reguliert. Und anders als Ärzte würden sie als Non-Profit-Organisation auch kein Interesse daran haben, mit den Daten Gewinne zu machen.

Ärzte indes, da ist sich Jens Baas sicher, könnten zwar die Daten in Computer einspeisen, die längst bessere Diagnostiker sind als sie selbst. Um Missbrauch vorzubeugen, fragt der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse aber nach der Verantwortung und danach, wo Patientendaten – aus Fitnessarmbändern beispielsweise – gespeichert werden und wer Zugriff darauf haben soll?

“Möchten Sie, dass Ihnen beim Surfen im Internet immer Pampers-Werbung angezeigt wird, weil Amazon weiß, dass sie ein Inkontinenzproblem haben?”, fragt Baas im Handelsblatt nach möglichen Konsequenzen eines laxen Umgangs mit der Datensicherheit.

Was für ihn ein No-Go ist, ist Pay-As-You-Live für Krankenkassen: “Ich finde schon, dass man in Deutschland das Recht haben muss, sich auch unvernünftig zu verhalten.” Baas will Ärzte verpflichten, eine elektronische Patientenakte anzubieten. Der Patient soll aber entscheiden dürfen, ob er sie will und demnach Herr seiner Daten bleibt. (vwh/ku)

Bild: Jens Baas, Vorstandschef der Techniker Krankenkasse (Quelle: TK)

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