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Geplante Krankenhausreform stößt auf Kritik

08.09.2015 – Krankenhaus_by-sassi_pixelioDie geplante Krankenhausreform von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) stößt bei den Verbänden auf Kritik. Demnach würden mit dem Gesetzesentwurf die wesentlichen Probleme der Häuser nicht gelöst, sondern teilweise sogar verschärft, hieß es in einer Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages am gestrigen Montag.

Demnach sieht der GKV-Spitzenverband ein wesentliches Problem in den rückläufigen Investitionen der Länder, was “sehr betrüblich” sei, so ein Sprecher. So sei der Länderanteil an den Krankenhauskosten laut GKV von ursprünglich mehr als 20 Prozent auf weniger als fünf Prozent geschrumpft. Die Folge sei, dass die Fallpauschalenvergütung nun für Investitionen genutzt würden.

Die Krankenkassen begrüßten hingegen die Qualitätsorientierung im Gesetz. Kritik gab es hingegen an den Ausnahmeregelungen. Nach Ansicht der AOK bringen Vergütungsabschläge für schlechte Qualität keine bessere Versorgung. Die AOK forderte zudem eine verpflichtende Beteiligung der Privaten Krankenversicherung (PKV) an den Kosten für den Strukturfonds, da Privatversicherte davon auch profitieren würden.

Selbst der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) begrüßte die Qualitätsausrichtung und verwies auf die wirtschaftliche Bedeutung der Kliniken mit einer Bruttowertschöpfung von mehr als 60 Mrd. Euro. Eine nachhaltige Investitionskostenfinanzierung der Krankenhäuser werde jedoch nicht angegangen. (vwh/td)

Bildquelle: by-sassi / pixelio.de

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