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Generali-Chef Meister sieht Koalitionsvertrag kritisch

02.12.2013 – Dietmar-MeisterAuf der zweiten Regionalkonferenz der nordrhein-westfälischen SPD heute in Leverkusen wird Ministerpräsidentin Hannelore Kraft versuchen, die Basis von dem mit der Union geschlossenen Koalitionsvertrag zu überzeugen. Auf insgesamt 32 Regionalkonferenzen bundesweit haben die Sozialdemokraten dafür harte Arbeit zu leisten. Während der Verband der Versicherungswirtschaft in dem Koalitionsvertrag „Licht und Schatten” sieht, beurteilt der Chef von Generali Deutschland, Dietmar Meister, diesen auf Anfrage von VWheute für den Bereich private und betriebliche Altersvorsorge „im Detail zu unkonkret”.

Altersvorsorgesparer würden „bereits durch die Niedrigzinspolitik stark belastet”. Die demographische Herausforderung an die Gesellschaft und die Lösung der damit verbundenen Probleme müssten „zentrale Themen der Koalition sein. Der Koalitionsvertrag spiegele dies „nicht ausreichend wider”. Das bestehende System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung werde durch den Koalitionsvertrag aus Sicht der Generali Deutschland „bestätigt”. Der Ausbau der Pflegeversicherung sei „vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des damit entstehenden Bedarfs ebenso sinnvoll wie notwendig”.

Im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Beurteilung des Koalitionsvertrages sagte Meister: „Gute Kompromisse sind selten auch gute Lösungen. Der Koalitionsvertrag lässt erahnen, welche zusätzlichen Kosten auf Bürger und Unternehmen zukommen werden.” Der Generali Deutschland-Chef sieht in der aktuellen Legislaturperiode die Herausforderung, „Staatsschulden zu senken ohne die Steuern zu erhöhen”.

Unterdessen kann sich nach einer aktuellen Forsa-Umfrage die Parteiführung der SPD Hoffnung machen, dass der Mitgliederentscheid zugunsten einer Großen Koalition ausgeht. In der Untersuchung, die nach Parteipräferenzen unterscheidet, sprechen sich 78 Prozent für ein Bündnis mit der Union aus. Nur 19 Prozent lehnt dies ab. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles warnt jedoch: „Ein Selbstläufer ist dies nicht. Sie sagte gegenüber der Welt am Sonntag, dass die gesamte Parteiführung zurücktreten werde, wenn die Basis den Koalitionsvertrag ablehnt. (ki) 

Foto: Dietmar Meister, CEO von Generali Deutschland (Quelle: Generali)

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