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Geldanlage: Wissen auf Nachkriegsniveau

26.10.2015 – sparschwein_Jorma_Bork_PixelioLangjährige kulturelle und familiäre Sozialisation sind verantwortlich für den genetischen Code der Geldanlage. Das führt dazu, dass die Deutschen beim Sparen immer noch an Prinzipien der Nachkriegszeit festhalten, schreibt die Welt am Sonntag. Das sorgt vor allem bei der jungen Generation für Frust und gefährdet die Nachhaltigkeit des Vorsorgesystems.

Hier hat jüngst Mercer in einer Studie festgestellt, dass Deutschland in Kombination aus staatlicher, betrieblicher und privater Rente vor erheblichen Herausforderungen steht. Beiträge steigen während das Versorgungsniveau sinkt, so der Befund des Mercer Global Pension Index. Die Handlungsanweisung der Experten:

  • Anhebung der Mindestrenten für Niedriglohn-Rentner
  • Weitere Erhöhung der Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer
  • Verbesserung der Kommunikation an die Leistungsempfänger
  • Erhöhung der Teilnahmequoten in der betrieblichen Altersversorgung

Was private Vorsorge angeht, halten es, wie Union Investment in einer umfassenden Studie herausgefunden hat, die meisten Deutschen noch mit Sparbuch, Festgeld und Co. Vor allem die junge Generation, stellt hierzu die Welt am Sonntag fest, steht vor dem Problem, dass das Sparbuch keine Alternative mehr ist. Die Konsequenz – und das sei das Dilemma des genetischen Codes der Geldanlage -, in andere Anlageformen zu gehen, ziehen die Sparer dennoch nicht.

Eine Berechnung der DZ Bank wird an dieser Stelle angefügt: demnach summierten sich die Zinsverluste durch traditionelles Zinssparen privater Haushalte von 2010 bis 2014 auf bereits 112 Mrd. Euro – 1.400 Euro pro Bundesbürger.

Ein Ansatz wäre, so ein Feedback eines Studienteilnehmers, ein Schulfach, das sich um Vor- und Nachteile von Anlageformen dreht: “Ich habe mich oft gefragt, warum ich im Matheunterricht lerne, eine Tangentensteigung zu berechnen, obwohl das im Leben nie wieder brauchen werde.” (vwh/ku)

Bildquelle: Jorma Bork/ pixelio

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