Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

GDV zur Bankensanierung: Finanzkonglomerate ausklammern

09.10.2014 – gdvlogoDer GDV fordert, bei der Umsetzung der EU-Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten sowie Wertpapierfirmen ausdrücklich, die Finanzkonglomerate auszuklammern. Diese seien vorwiegend versicherergeführt und damit dem Versicherungsaufsichtsgesetz unterworfen.

Die “Bank Recovery and Resolution Directive (BRRD)” dre EU verlangt, dass zunächst Aktionäre, Anleihengläubiger und andere Kreditgeber einer Bank die Verluste tragen. Bei einer möglichen Schieflage müssten diese sich im Rahmen eines “Bail-Ins” dementsprechend beteiligen.

Die BRRD beinhaltet eine klare Abfolge bei der Abwicklung eines Finanzinstitutes, die sogenannte Haftungskaskade. So sollen die Steuerzahler bei Rettungsaktionen nur im Ausnahmefall zur Kasse gebeten werden können.

Der Entwurf der Bundesregierung bezieht jedoch laut Statement des GDV über die Vorgaben der BRRD-Richtlinie hinaus auch Finanzkonglomerate in den Anwendungsbereich des Sanierungs- und Abwicklungsgesetzes für Institute und Finanzgruppen mit ein. Diese Maßnahme würde in erster Linie die Versicherungswirtschaft treffen, da die Mehrheit der in Deutschland festgestellten Finanzkonglomerate versicherungsgeführt sind. Der Verband setzt sich daher mit Nachdruck für eine Ausklammerung der Finanzkonglomerate ein.

Das besondere Geschäftsmodell der Versicherer werde aber bereits durch das Versicherungsaufsichtsgesetz und das Finanzkonglomerate-Aufsichtsgesetz einem Sanierungs- und Abwicklungsregime unterworfen, das im Interesse der Versicherungsnehmer auf Werterhaltung und nicht auf eine schnelle Abwicklung abzielt. (vwh)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten