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GDV warnt vor der Zwei-Klassen-Betriebsrente

09.03.2015 – Kleinere und mittlere Unternehmen werden nicht erreicht, die Komplexität der bAV wird massiv erhöht und bestehende Versorgungswerke werden beschädigt. Der GDV spart nicht mit Kritik zur Nahles-Rente und schlägt- auch wenn dies zumindest heute nicht direkt im Bundesministerium diskutiert werden kann – ein Opting-Out-Modell mit steuerlichen Vergünstigungen für Niedrigverdiener vor.

Wenn heute – ohne die fachliche Expertise von Versicherer- und Vermittlerverbänden – im Bundessozialministerium die Zukunft der Betriebsrente besprochen wird, ist die Ausgangssituation für den GDV klar: der aktuelle Entwurf von Bundesministerin Andrea Nahles (SPD) kann das Ziel einer Stärkung der bAV nicht leisten.

“Kleinere und mittlere Betriebe würden nur dann erreicht, wenn entsprechende Tarifverträge allgemeinverbindlich erklärt würden. Solcherlei Zwangsmaßnahmen sind jedoch der falsche Weg. Sie würden
bei den Beteiligten vor allem zu Abwehrreaktionen gegenüber der bAV führen”, führt der GDV in einem aktuellen Positionspapier aus.

“Wenn wie mit dem BMAS-Vorschlag darüber nachgedacht wird, die Haftung des Arbeitgebers für die bAV zu begrenzen, sind Direktversicherungen und deregulierte Pensionskassen als die am besten abgesicherten Durchführungswege zwingend mit einzubeziehen. Andernfalls käme es zu einer nicht nachvollziehbaren Zwei-Klassen-bAV, bei der ausgerechnet die Durchführungswege als weniger sicher wahrgenommen würden, die Arbeitgebern bereits heute schon einen Großteil der Risiken abnehmen.”

Der GDV erneuert seine Forderung nach einem Opting-Out-Modell, Automatischer Entgeltumwandlung per Gesetz und bringt einen Freibetrag für Eigenvorsorge ins Spiel bei der Grundsicherung im Alter – “damit diese nicht zur Vorsorgefalle wird.” (vwh/ku)

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