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GDV sieht Debatte um Pflichtversicherung beendet

19.06.2015 – Erdland_150Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sieht in der Entscheidung der Justizminister, auf die Einführung einer Pflichtversicherung für Elementarschäden zu verzichten, ein klares Signal an die Bürger, sich vor Naturgefahren zu schützen. “Der beste Schutz der Menschen sind Prävention und Versicherung zusammen. Denn Versicherungsschutz allein verhindert keine Katastrophe”, sagt GDV-Präsident Alexander Erdland.

Der Beschluss bringe nunmehr Klarheit in die seit 2013 geführte Diskussion, betont der GDV. So liege die Versicherungsdichte gegen Elementarschäden nach GDV-Angaben derzeit bei 40 Prozent. Vielen Hausbesitzern sei demnach die Betroffenheit durch Naturgefahren nicht ausreichend bekannt, so der Branchenverband weiter. “Nur wer die Gefahren kennt, kann und wird sich ausreichend schützen”, betont Erdland. Daher unterstütze die Branche den Vorstoß der Politik für eine bundesweite Informationskampagne und ein Naturgefahrenportal.

Zudem müssen die präventiven Maßnahmen verstärkt werden, fordert der GDV. Dabei sei vor allem der staatliche Hochwasserschutz gefordert, der mit dem nationalen Hochwasserschutzplan neu ausgerichtet werden soll, so der Verband. Aber auch die Kommunen müssten handeln und Neubaugebiete nicht mehr in gefährdeten Lagen ausweisen. Auch die Abwassernetze müssten besser auf Starkregen vorbereitet werden. (vwh/td)

Bild: GDV-Präsident Alexander Erdland (Quelle: GDV)

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