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GDV: Riester ist für alle da

08.07.2015 – Schwark_GDV“Riester erreicht die Richtigen”, will der GDV erneut klarstellen. Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, kritisiert eine aktuelle Studie, die die Riester-Rente vor allen Dingen als Produkt der Besserverdienenden darstellt. Die Politik sieht er in der Pflicht, um Riester noch attraktiver für Geringverdiener zu machen.

“Damit mehr Menschen mit geringem Einkommen zum Riestern animiert werden, fordert der GDV seit Jahren, dass die Einnahmen aus einer Riester-Rente nicht auf die Grundsicherung angerechnet werden”, sagt Peter Schwark.

Er verteidigt die Konzeption: “Die Zulagen erreichen jedoch in ihrer Gesamtwirkung überwiegend Menschen mit geringem und mittleren Einkommen und Familien, die Steuerersparnis wirkt positiv bei Besserverdienern.”

Die aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung mit der Freien Uni Berlin sieht Schwark kritisch:

“Die Verteilungswirkungen der Riester-Förderung nach Steuern fallen jedoch deutlich zu Gunsten der sozialpolitischen Zielgruppen aus, dieser Effekt bleibt in der Studie leider unberücksichtigt”, sagt er und zieht die Zahlen der Zulagenstellen für Altersvermögen ZfA heran: “Mehr als 60 Prozent der Personen, die eine Zulage empfangen, liegen unter dem Einkommensdurchschnitt.”

Auch würden Daten des Munich Center for the Economics of Aging (MEA) zeigen: Wenn Haushalte mit geringen Einkommen vorsorgen, dann meist mit einer Riester-Rente. Es müssten allerdings mehr Anstrengungen unternommen werden, “um Geringverdiener zur Teilnahme zu motivieren.” Die Studie des DIW hatte Zahlen der Bundesbank ausgewertet. (vwh/ku)

Bild: Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des GDV. (Quelle: GDV)

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