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GDV-Präsident Erdland zur EZB Zinsentscheidung: “Weitere Eskalation”

06.06.2014 – erdland_kleinMit deutlichen Worten hat der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Alexander Erdland, auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) die Zinsen weiter abzusenken reagiert: „Der Schritt der Europäischen Zentralbank markiert eine neue Eskalationsstufe. Damit wird das Niedrigzinsniveau weiter verfestigt, zu Lasten der Vorsorgesparer in Deutschland. Ihre Sparanstrengungen werden durch die EZB untergraben. Deshalb sind wir in Sorge.”

Aus Sicht der Versicherungswirtschaft bestehen jedoch große Zweifel am Nutzen der Zinssenkung. Die verschiedenen zinssenkenden Maßnahmen der EZB haben bislang nicht zu dem erhofften positiven Effekt auf die Kreditvergabe geführt. Gleiches ist auch jetzt zu erwarten. „Ökonomisch ist die Maßnahme genau das falsche Rezept. Denn die niedrigen Zinsen lösen kaum noch Wachstumsimpulse aus“, sagte Erdland. Wichtiger sei die Fortsetzung der Strukturreformen, um die Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen. Nur so finde Europa auf den Wachstumspfad zurück. „Die Politik des billigen Geldes wird zum Irrweg“, betonte Erdland.

Die Entscheidung der EZB sei auch angesichts der aktuellen Konjunkturprognosen nicht gerechtfertigt, betonte Erdland. Nach Einschätzung vieler Ökonomen dürfte sich die wirtschaftliche Erholung im Euro-Raum in diesem und im nächsten Jahr fortsetzen. Die EU-Kommission geht in ihrer Prognose von einem Wachstum von 1,2 Prozent für 2014 und von 1,7 Prozent für 2015 aus. „Der Wind beginnt sich zu drehen. Wir sollten deshalb den neuen Kurs abstecken und Segel und Mannschaft auf die Wende vorbereiten“, mahnte Erdland. „Es ist Zeit für eine Zinswende.“

Links: POLITICS, GDV-Statement: Sparanstrengungen werden untergraben

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