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GDV: Nachhaltige Kapitalanlagen sollten freiwillig bleiben

27.03.2015 – Nachhaltig_GDVDie Berücksichtigung von Nachhaltigkeits-Kriterien in der Kapitalanlage steht grundsätzlich nicht im Widerspruch zum Ziel der Versicherer, für ihre Kunden eine angemessene risikoadjustierte Rendite zu erwirtschaften. Eine freiwillige Verbreitung nachhaltiger Investitionsstandards ist wünschenswert, wie der GDV in einer aktuellen Stellungnahme bekannt gibt. Eine gesetzliche Pflicht sieht er indes als nicht zielführend.

Eine große Zahl von wissenschaftlichen Studien zeige keine signifikanten Vor- oder Nachteile, die mit einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Kapitalanlage verbunden wären. Nachhaltigkeitsaspekte, so der GDV in seinen Hinweisen zu nachhaltigen Kapitalanlagen, können die Investitionsentscheidung der Versicherer daher sinnvoll erweitern, haben sich aber immer den übergeordneten gesetzlichen Regelungen im Versicherungsaufsichtsgesetz und nach Solvency II unterzuordnen.

“Um der Diversität unterschiedlicher Wertevorstellungen und der großen Dynamik in der internationalen Diskussion bei diesem Thema gerecht zu werden, sollte es jedoch keine gesetzliche Verpflichtung zur Berücksichtigung solcher Standards geben. Stattdessen muss letztlich jedes Unternehmen selbst abwägen, ob und in welchen Umfang es ESG-Kriterien in der Kapitalanlage berücksichtigen will”, so der GDV.

Dazu hat der Verband Hinweise zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien in der Kapitalanlage vorgelegt. Das Papier richtet sich an Versicherer, die sich näher mit dem Thema beschäftigen möchten. (vwh/ku)

Bildquelle: GDV

Link: Unverbindliche Hinweise zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien in der Kapitalanlage (PDF)

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